Jahresergebnis 2014 entspricht Guidance, pessimistische Strompreisprognose
Jahresergebnis 2014 entspricht Guidance, pessimistische Strompreisprognose
Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2014 war, wie schon wie im Vorjahr, von Einmaleffekten beeinflusst, entsprach jedoch dem kürzlich verbesserten Ausblick. Der Umsatz lag bei EUR 2,835 Mio. und war, wie die meisten Kennzahlen, rückläufig. Das EBITDA sank auf EUR 808,8 Mio. (- 38%) für das Gesamtjahr, während das EBIT auf EUR 384 Mio. anstieg. Das Konzernergebnis 2014 fiel um 78% im Jahresvergleich auf EUR 126,1 Mio. Der Rückgang beim um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnis war deutlich geringer, es ging um 44% auf EUR 216 Mio. zurück. Das operative Geschäft war 2014 insbesondere durch die weiter gesunkenen Strompreise sowie eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Wasserführung geprägt, obwohl das vierte Quartal eine starke Wasserführung aufwies. Der Dividendenvorschlag des Managements beläuft sich auf EUR 0,29 je Aktie.
Ausblick
Der Verbund war 2014 mit sehr herausfordernden Markt- und Branchenbedingungen konfrontiert. Das Marktumfeld für Stromerzeuger war geprägt durch die extrem niedrigen Stromgroßhandelspreise. Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet der Verbund ein EBITDA von rund EUR 770 Mio. und ein Konzernergebnis von rund EUR 180 Mio. Die Dividenden- Ausschüttungsquote soll unverändert bei rd. 50% bleiben (bezogen auf das bereinigte Konzernergebnis). Die Aktie hat am Tag der Ergebnisveröffentlichung nachgegeben, was wir größtenteils auf die Aussagen des Managements in Bezug auf die Strompreisentwicklung zurückführen. Der Verbund geht davon aus, dass die Strompreise bis 2020 auf tiefem Niveau bleiben werden. Eine Trendwende ist noch nicht in Sicht. Auf diesem Strompreisniveau ist die Aktie sehr teuer bewertet. Deshalb bestätigen wir unsere Reduzieren-Empfehlung mit einem Kursziel von EUR 14,0. Die Dividendenrendite von 1,7% ist für einen Versorger unattraktiv und unterstützt unsere negative Meinung.