Teak-Holz-HV - Anleger lehnten Verkaufsbeschluss der Plantagen ab
Zukunft des Plantagenbetreibers ungewiss - Vorstand will Verhandlungen mit Gläubigern und Investoren fortführen - Zeit bis April
Die Aktionäre der angeschlagenen Teak Holz International AG (THI) haben den vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen Beschluss zum Verkauf der Teakholz-Plantagen in Costa Rica mit einer Mehrheit von knapp 85 Prozent abgelehnt. Die Anleger hatten in der Hauptversammlung zuvor gefordert, diesen Punkt von der Tagesordnung zu streichen. Aufsichtsratschef Reinhard Schanda lehnte dies ab.
Wie es mit dem börsennotierten Plantagenbetreibers nun weiter geht, hängt von den Gesprächen des Vorstands mit den Gläubigern und möglichen Investoren ab. Der Vorstand will die Anleger bei einem konkreten Verkaufsangebot erneut in einer weiteren Hauptversammlung darüber abstimmen lassen.
Der Liquiditätsengpass soll vorerst mit einer Zwischenfinanzierung überbrückt werden. Vorstand Franz Fraundorfer erwartet nächste Woche Verhandlungsergebnisse über diese Zwischenfinanzierungen, damit soll die Gesellschaft zumindest bis Ende April zahlungsfähig bleiben und somit Spielraum für Verhandlungen mit Investoren oder Käufern erhalten. Die Zeit drängt: Ende August wird eine 15,6 Mio. Euro schwere Anleihe fällig.
Die akuten Probleme der Teak Holz haben im Dezember begonnen, dass der Vorstand mitteilte, dass auf den Plantagen in Costa Rica nur 660.000 Teakbäume stehen, bei den Bilanzen in den Vorjahren war man von 1,3 Millionen Bäumen ausgegangen. Beim Börsengang 2007 war sogar noch von über 2 Millionen Teakbäumen die Rede.
(Schluss) pro/stf