Gute Wasserführung ließ Verbund-Gewinn 2014 stärker sprudeln

Konzernergebnis nun bei 125 (85) Mio. erwartet, bereinigt bei 210 (190) Mio. - Wertaufholungen bei Kraftwerken, aber negative Effekte bei thermischen Anlagen -Auch Sparprogramm brachte mehr

Eine gute und deutlich über dem langjährigen Schnitt liegende Wasserführung im Schlussquartal hat die Gewinne des Verbund-Stromkonzerns 2014 stärker als erwartet sprudeln lassen. Das unbereinigte Konzernergebnis wird nun bei 125 Mio. Euro erwartet statt bisher 85 Mio. Euro, bereinigt wird es jetzt auf rund 210 (bisher 190) Mio. Euro geschätzt, teilte der Verbund am Donnerstag mit.

64,95 EUR +2,93%
Hoch 65,10 Tief 62,90 Vortag 63,10

Die geplante Dividende orientiere sich unverändert an einer Ausschüttungsquote von rund 50 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses.

Für das operative EBITDA wurde der Ergebnis-Ausblick für das abgelaufene Jahr von bisher 770 Mio. auf nunmehr rund 800 Mio. Euro angehoben. Neben der unerwartet starken Wasserführung wirkte sich im 4. Quartal auch ein marktbedingt über Plan liegender Einsatz der Speicherkraftwerke aus; der positive Effekt betrage im EBITDA rund 45 Mio. Euro und im Konzernergebnis rund 25 Mio. Euro.

Zudem hätten im Kraftwerksbereich aktualisierte Werthaltigkeitsprüfungen insgesamt eine Wertaufholung ergeben, wobei Effekte im thermischen Bereich aber zusätzlich negativ gewirkt hätten. Dadurch habe sich das EBITDA insgesamt um rund 25 Mio. Euro verschlechtert, das Konzernergebnis jedoch um rund 10 Mio. Euro verbessert, erklärte der führende heimische Stromerzeuger in einer Ad-hoc-Aussendung.

Höher als geplante positive Ergebniseffekte habe das Kosteneinsparungsprogramm gebracht, wodurch sich das Konzernergebnis gegenüber der letzten Guidance um rund 5 Mio. Euro verbessert habe. "Die ursprünglich bis 2015 geplanten Kosteneinsparungen von 130 Mio. Euro werden damit jedenfalls übertroffen", so der Verbund, der sein Jahres-Ergebnis am 11. März vorlegen will.

(Schluss) sp/itz