Waffenruhe in der Ukraine beflügelt Aktienmärkte weltweit
Waffenruhe in der Ukraine beflügelt Aktienmärkte weltweit
Die Ukrainekrise drückt die Aktienmärkte nach unten. Das bekommen die Börsen in New York, Frankfurt und Wien gleichermaßen zu spüren. Während Putins Boykott europäischer Produkte die Lebensmittelpreise in Russland explodieren lässt, plagen sich die großen Börsenindexe mit schwindenden Anlegern. Seit dem Einmarsch der russischen Truppen rutschte der DAX als auch der ATX deutlich ab. Vor allem Aktien von Unternehmen, die einen großen Teil ihres Geschäfts mit Russland abwickeln, wurden in ungewöhnlichen Mengen verkauft. Die Unsicherheit der Anleger treibt viele weg vom spekulativen Aktienhandel und hin zu vermeintlich sicheren Bundesanleihen.
Adidas beispielsweise büßte über zwei Prozent ein, auch die deutschen Autobauer VW und Daimler zählten am Tag der erklärten Ankunft russischer Truppen in der Ukraine zu den Verlierern. Aber schon am Abend entspannte sich die Lage an den Börsen und zum Börsenschluss erholten sich die meisten betroffenen Aktien zumindest teilweise. Trader, die CFD Handel betreiben, also mit Differenzkontrakten arbeiten, kennen die Vorteile und Risiken dieses Hebelproduktes, denn hier setzt man auf Kursveränderungen des Marktpreises. Wer im richtigen Moment beispielsweise Aktien von Adidas kaufte, hat schon kurze Zeit später sein Kapital vermehrt (Mehr Informationen über CFD Trading und Demokonto hier). Aber nicht für jeden ist dieses risikoreiche Trading passend.
Die am Freitag verkündete Waffenruhe zwischen der ukrainischen Regierung und den Separatisten im Osten des Landes sorgt jetzt wieder für eine deutliche Entspannung an den Börsen in Wien und Frankfurt. Schon am Mittwoch, als die ersten Meldungen über eine mögliche Entspannung des Konfliktes durchsickerten, legte die Wiener Börse deutlich zu, ebenso der Dow Jones in New York als auch der FTSE in London schlossen mit einem Plus ab. Die Märkte werteten allein schon die Nachrichtenlage als positives Zeichen und reagierten mit einem regelrechten Kursfeuerwerk. An der Wiener Börse stieg die Nachfrage nach den beiden Bankenaktien von Raiffeisen und Erste Group, und auch Immobilienwerte erfreuten sich steigender Nachfrage.
Die Entwicklung des Konfliktes in der Ukraine zwischen Separatisten, Russland und der ukrainischen Regierung wird jedoch weiterhin mit Spannung beobachtet. Sollten sich die Meldungen über eine geplante Mauer entlang der Grenze zu Russland als wahr erweisen, wird sich auch das mit Sicherheit auf die Aktienkurse weltweit auswirken.