Erste Bank beurteilt EMTS-Aussichten skeptisch

Erste Bank beurteilt EMTS-Aussichten skeptisch

Der neue Vorstand sorgte kurz nach seinem Einstand beim Unternehmen mit einer Gewinnwarnung für Schlagzeilen. Die Umsatzprognose wurde vom Unternehmen weiter auf EUR 127 Mio. (davor EUR 136 Mio.) reduziert, die EBITDA-Prognose von EUR +1,1 Mio. (vor Restrukturierungskosten) wurde ebenfalls zurückgenommen, wobei hier keine weiteren Details verlautbart wurden. Die neue Prognose bedeutet jedenfalls einen weiteren sequentiellen Umsatzrückgang im Quartalsvergleich auf EUR 28 Mio. in Q3 (nach EUR 32,2 Mio. im Q2). Das EBITDA im Gesamtjahr dürfte damit auch vor Einmalkosten wahrscheinlich negativ ausfallen.

Optimistisch gibt sich der Vorstand, dass im Q1 2003 die ersten Erfolge der eingeleiteten Restrukturierungen sichtbar sein werden. Dafür spricht auch die neue prominente Zusammensetzung des Aufsichtsrats, wo Know How in der Restrukturierung von Unternehmen in starkem Umfang vorhanden ist. Insgesamt muss die Mitteilung dahingehend gedeutet werden, dass der neue Vorstand hier reinen Tisch macht und sofort nach dem Erkennbarwerden der aktuellen Lage eine Ertragswarnung abgibt. Auf dem derzeitigen Kursniveau stellt sich sowieso eher die Frage, ob das Unternehmen sich prinzipiell wieder erholen kann oder nicht. Die Chancen stehen mit der neuen Managementzusammensetzung nicht schlecht, allerdings dürfte das mögliche Ertragspotenzial durch den anhaltenden Preisdruck der Mobilfunkbetreiber und -hersteller begrenzt sein.