Wahlergebnisse
Wahlergebnisse
Am Wochenende zeigten Europas Wähler ihre Unzufriedenheit mit den regierenden Parteien. Der Ausgang der Europa Wahl zeigt ein Erstarken europakritischer Parteien und am Markt gab der Euro nach Bekanntwerden des Ergebnisses auch prompt ein wenig nach. Bis auf 1,3614 fiel die Gemeinschaftswährung zum Dollar, um heute am Morgen auch nur bei 1,3620 gehandelt zu werden. Entscheidend für den Kurs des Euros ist aber nicht das Wahlergebnis, sondern werden die nächsten Schritte der EZB sein. Die Zentralbank fordert zur Zeit von den Banken, die gerade einem Stresstest unterzogen werden, Auskunft wie man gedenke mit möglichen Kapitallücken umzugehen. Noch bevor die Ergebnisse der Test veröffentlicht werden, sollen Lösungen gefunden werden, um Unsicherheit im Markt zu vermeiden. Europa ist gerade auf dem Weg sich aus der Krise zu erholen und das Gleichgewicht noch nicht sehr stabil.
In der Ukraine entschied der „Schokoladen-Zar“ Petro Poroschenko die Präsidentschaftswahl eindeutig für sich. Er erzielte bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, bei sehr hoher Wahlbeteiligung. Analysten begrüßen dieses eindeutige Ergebnis, da ein zweiter Wahlgang nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld, das das Land momentan nicht hat, gekostet hätte. Vorrangige Aufgabe des neuen Präsidenten wird es sein der Ukraine, nach Abspaltung der Krim und trotz der Unruhen im Osten, Frieden und Stabilität zu bringen.
Am Devisenmarkt sorgt der japanische Yen für Sorgenfalten. Nachdem er gegen Ende der letzten Woche zum Dollar bereits den Wert von 101 Yen unterschritt, meldete sich in einem Interview BoJ Chef Haruhiko Kuroda zu Wort. Er sehe keinen Grund dafür, dass der Yen weiter an Stärke zulege. Die japanische Notenbank interveniert verbal seit einigen Monaten gegen einen zu starken Yen und tat dies bisher mit Erfolg. Auch diesmal blieb die Reaktion des Marktes nicht aus und mittlerweile notiert die japanische Währung wieder bei 101,95 zum Dollar.
Am Rohölmarkt gibt es keine Neuigkeiten. Aktuell wird ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Lieferung Juli) bei 109,90 Dollar gehandelt, das amerikanische WTI (Juli) kostet 103,98 Dollar je Fass. Auch Gold notiert relativ unverändert bei 1293,90 Dollar je Feinunze.