1Q14 Ergebnis leicht über den Konsensus-Schätzungen

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1Q14 Ergebnis leicht über den Konsensus-Schätzungen



Die OMV hat diese Woche ihren Bericht zum 1. Quartal 2014 vorgelegt. Demnach konnte das Unternehmen ein bereinigtes Betriebsergebnis in Höhe von EUR 668 Mio. sowie ein bereinigtes Nettoergebnis von EUR 302 Mio. vorweisen. Damit konnten die Konsensus-Schätzungen zwar leicht übertroffen werden, gegenüber dem Vorjahr fiel das Ergebnis jedoch geringer aus (bereinigtes EBIT -21%), was auf Rückgänge in allen Segmenten zurückzuführen ist.

Über den Erwartungen lag besonders der Bereich Exploration & Produktion, wo eine höhere Fördermenge von 311 kboe/d erzielt wurde. Dabei konnten sowohl das neu akquirierte Gullfaks-Field sowie die kürzlich fertiggestellten Projekte in Latif und Mehar in Pakistan zusätzliche Volumina beisteuern, während die Produktion in Libyen aufgrund von Sicherheitsbedenken seit Mitte März wieder stillsteht. Auch der Bereich Raffinerien & Marketing konnte sein Verkaufsvolumen um 6% steigern, jedoch wurde das Ergebnis durch niedrige Margen belastet. Im Bereich Gas & Power blieben die Margen für Gas und Strom ebenfalls weiter unter Druck, was zu einem deutlichen Rückgang des EBIT vor Sondereffekten (-64%) gegenüber dem ersten Quartal im Vorjahr führte.

Ausblick

Insgesamt bot der Quartalsbericht wenig Überraschendes. Die Investoren werden sich nun hauptsächlich auf die neuen Projekte (z.B. das Nawara-Projekt in Tunesien, das kurz vor der Inbetriebnahme steht) sowie die Wiederaufnahme der Produktion in Libyen konzentrieren. Bedingt durch Verzögerungen bei einigen Projekten rechnet die OMV für das Jahr 2014 nun insgesamt mit einer etwas niedrigeren Fördermenge von 310-330 kboe/d als noch in der letzten Guidance (320-340 kboe/d). Aufgrund der günstigen Bewertung der OMV-Aktie bleiben wir bei unserer Kauf-Empfehlung.