Q1 Trading Statement mit gesteigerter Produktion, ohne Überraschungen

57,80 EUR +1,05%
Hoch 57,80 Tief 57,10 Vortag 57,20

Q1 Trading Statement mit gesteigerter Produktion, ohne Überraschungen



Die OMV veröffentlichte diese Woche ihr Trading Statement für das 1. Quartal 2014. Demnach konnte das Unternehmen die Öl- und Gasförderung in den ersten drei Monaten des Jahres auf rund 311 kboe/d steigern (es waren 302 kboe/d im Vorjahr und nur 277 kboe/d im Vorquartal), was vor allem auf die Wiederaufnahme der Produktion in Libyen und den Beitrag von Gullfaks in Norwegen zurückzuführen ist. Die schlechte Nachricht in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die Produktion in Libyen seit Mitte März aus Sicherheitsgründen wieder eingestellt ist.

Demgegenüber konnte der Bereich Gas & Power trotz eines milden Wetters ein saisonal starkes Verkaufsvolumen verzeichnen. Die Marktbedingungen blieben jedoch schwierig und die Margen fielen in den wichtigsten Märkten weiter. Im Bereich Raffinerien & Marketing stieg die Referenz-Raffiniermarge auf 1,63 USD/bbl, jedoch wurde dies durch geringere Verkaufsmengen sowie den länger als geplant dauernden Stillstand von Bayernoil wieder ausgeglichen. Auch der Beitrag von Borealis fiel in den ersten drei Monaten des Jahres etwas schwächer aus als zuletzt. Jedoch konnte die OMV im abgelaufenen Quartal Sondererträge in Höhe von EUR 26 Mio. verbuchen, was großteils auf die Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen ist.

Ausblick

Das vorliegende Trading Statement hat prinzipiell nur eine schlechte Nachricht und das ist die Produktion in Libyen, die seit Mitte März wieder stillsteht. Im Vergleich zum relativ schwachen Vorquartal sollte daher eine deutliche Ergebnissteigerung möglich sein. Die Ölförderung ist immer noch maßgeblich von der politischen Situation in Nordafrika und dem mittleren Osten beeinflusst, Libyen bleibt das Fragezeichen in der Ölproduktion der OMV. Dennoch möchte das Unternehmen in diesem Jahr rund 320-340 kboe/d fördern. Die Situation im Gas- und Raffinerien-Bereich hat sich noch nicht verbessert, das schwierige Marktumfeld schlägt sich in den Zahlen nieder. Als eine der günstigsten Titel an der Wiener Börse (KGV deutlich unter 10) bleibt die Aktie attraktiv. Die Dividendenrendite von 4% ist auch nicht zu vernachlässigen, die Ausschüttung erfolgt im Mai. Wir bestätigen unsere Kaufempfehlung.