Hypo: Industrie begrüßt Anstalts-Lösung

Hypo: Industrie begrüßt Anstalts-Lösung


IV-Präsident Kapsch: Umsetzung professionell abwickeln - Insolvenz hätte Unsicherheit und Reputationsschaden für Standort bedeutet

Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt die von Finanzminister Dr. Michael Spindelegger heute verkündete Lösung der Hypo-Frage in Form einer Abwicklung in einer Abbaugesellschaft. "Wichtig ist nach der politischen Entscheidung nunmehr, die Umsetzung professionell abzuwickeln", betonte IV-Präsident Mag. Georg Kapsch heute, Freitag. Eine solche - in Europa mehrfach erprobte - Lösung sollte zeitlich nicht befristet werden, "um einen bestmöglichen Erlös für die einzelnen Assets erzielen zu können".

"Eine Insolvenz wäre - verglichen mit der international erprobten Abwicklung in einer Abbaugesellschaft - mit dem größeren Risiko und einer größeren Ungewissheit behaftet gewesen", so Kapsch. "Vor allem hätte eine Insolvenz einen großen Reputationsschaden für den Standort und den Finanzplatz Österreich bedeutet." Der überwiegende Teil der Budget- und Finanzexperten habe sich daher "mit gutem Grund" gegen diese Variante ausgesprochen. Zur schnelleren "Vergemeinschaftung" des geplanten europäischen Abwicklungsfonds statt nach zehn Jahren etwa bereits nach acht Jahren sagte der IV-Präsident, dies dürfe "keinesfalls zu einer zusätzlichen Belastung für die österreichischen Kreditinstitute führen".