4Q13 Ergebnisse verfehlen Konsensus-Schätzungen

69,70 EUR +1,01%
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Andritz hat heute erwartungsgemäß schwache Zahlen zum 4. Quartal 2013 und zum Geschäftsjahr 2013 gebracht. Bedingt durch hohe Aufwendungen und Rückstellungen im Zusammenhang mit Lieferungen für das Zellstoffwerk Montes del Plata in Uruguay sowie für das Strukturverbesserungsprogramm bei Schuler, ging das EBITA-Ergebnis 2013 im Vorjahresvergleich um 54% auf EUR 164 Mio. zurück, was einer EBITA-Marge von nur 2,9% entspricht. Auch das Konzernergebnis ging im Vorjahresvergleich deutlich um 72% auf rund EUR 66 Mio. zurück. Aufgrund der Konsolidierung des Schuler-Konzerns stand jedoch in 2013 ein Umsatzanstieg von 10,3% auf EUR 5,7 Mrd. zu Buche. Besonders erfreulich entwickelte sich der Auftragseingang in allen Geschäftsbereichen: Insgesamt stieg dieser im Jahresvergleich um 13,9% auf rund EUR 5,6 Mrd. an (wobei der Schuler-Konzern EUR 868 Mio. beitrug). Auch der Auftragsstand Ende Dezember 2013 war mit EUR 7,3 Mrd. rund 11,7% über dem Vorjahresvergleichswert (wobei der Beitrag des Schuler-Konzerns rund EUR 1 Mrd. ausmachte). Die Zahlen bestätigen im Großen und Ganzen unsere Schätzungen. Das Management will auf Basis des Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende in Höhe von EUR 0,5 vorschlagen (gegenüber EUR 1,2 für 2012), was einer Ausschüttungsquote von 78% entspricht.

Ausblick

Das Management geht auch 2014 von keiner deutlichen Erholung der Weltwirtschaft aus, rechnet aber in den Bereichen Wasserkraft und Zellstoff mit der Vergabe von einigen größeren Aufträgen. Insgesamt erwartet Andritz für das Jahr 2014 einen leichten Anstieg bei den Umsatzerlösen (auch wegen der Konsolidierung von Schuler) sowie eine deutliche Verbesserung des Konzernergebnisses (gegenüber dem schwachen Ergebnis in 2013). Insbesondere der hohe Auftragsstand ist als positives Zeichen für 2014 zu werten und zeigt die relative Stärke von Andritz gegenüber ihren wichtigsten Wettbewerbern. Andritz hat seinem Kunden in Montes del Plata bereits signalisiert, für den Start des Werkes bereit zu sein, sobald er es ist. Dadurch und aufgrund der Erwartungen für 2014 sehen wir unsere Schätzungen bestätigt und fühlen uns daher mit unserer Kaufempfehlung und dem Kursziel von EUR 53,3 wohl.