Rumänien und Italien belasten das Q3 Ergebnis
Rumänien und Italien belasten das Q3 Ergebnis
Wie schon im zweiten Quartal, wurde das Ergebnis des dritten Quartals der Vienna Insurance Group (VIG) durch die schwierige Situation in Rumänien und Italien stark belastet. In Rumänien musste der Versicherer einmal mehr aufgrund des harten Preiskampfs in der KFZ-Versicherung Einbußen bei den Prämien hinnehmen. Zusätzlich rutschte nun auch der Bereich Leben in Rumänien in die Verlustzone. In Italien ist die Zweigniederlassung der Donau Versicherung mit einer massiven Steigerung des Schadenaufwands konfrontiert, wodurch das Geschäft in Österreich unter Druck geriet. Die VIG hat für beide Länder drastische Maßnahmen angekündigt. Änderungen auf Vorstandsebene sind ebenso auf die jüngsten negativen Entwicklungen zurückzuführen (mit 31. Dezember 2013 scheidet Dr. Franz Kosyna aus dem Vorstand der VIG aus, Mag. Roland Gröll wird seine Funktion als Stellvertreter des Vorstandes zurücklegen).
Aufgrund der außerordentlichen Belastungen sank der Gewinn vor Steuern in den ersten neun Monaten verglichen mit dem Vorjahr um 29% auf 316 Mio., während die Combined Ratio auf 100.6% stieg. Ohne die Sondereffekte aus Rumänien und Italien steigerte sich der Vorsteuergewinn um 3,3% auf EUR 458 Mio. Darin enthalten sind auch die Belastungen aus den Schäden durch das Hochwasser von Donau und Moldau im Juni. Mit der Ausnahme von Rumänien haben die CEE Tochtergesellschaften in den ersten neun Monaten 2013 ein sehr gutes Ergebnis abgeliefert und die Profitabilität größtenteils deutlich steigern können. Das Konzernergebnis fiel trotzdem um 36% auf EUR 218 Mio.
Ausblick
Mit der Gewinnwarnung im Vorfeld des Ergebnisses hat das Unternehmen die Marktteilnehmer bereits auf schwache Quartalszahlen vorbereitet. Wir gehen davon aus, dass die negativen Entwicklungen in Rumänien und Italien auch das Q4 Ergebnis belasten werden, das Ausmaß ist jedoch schwer abzuschätzen. Wir werden unsere Schätzungen für das Geschäftsjahr 2013 nach unten revidieren, Änderungen für die Folgejahre sind nicht auszuschließen. Insgesamt bleiben wir jedoch bei unserer positiven Meinung zur VIG mit ihrer starken Marktposition in CEE.