Konjunkturerholung schreitet voran

Konjunkturerholung schreitet voran



In Österreich festigt sich die Aussicht auf eine Belebung der Wirtschaft. Der aktuelle WIFO-Konjunkturtest deutet wie die jüngste Produktionsausweitung auf eine allmähliche Erholung der Industriekonjunktur hin. Ebenso verbesserte sich der WIFO-Frühindikator zum dritten Mal. Auch für den Euro-Raum und die EU insgesamt deuten Vorlaufindikatoren auf eine anhaltende Aufwärtstendenz hin.

Der Welthandel expandiert stabil; dabei wurde die Dynamik wieder stärker von den Industrieländern (insbesondere den USA und Japan) als von den Schwellenländern getragen. Während sich in den USA das Verbrauchervertrauen nach dem partiellen Ausgabenstopp im Oktober eintrübte, verlief die Industriekonjunktur weiterhin stabil. Die japanische Wirtschaft wurde zuletzt sowohl durch eine Ausweitung der Binnen- als auch der Exportnachfrage gestärkt. In China beschleunigte sich das Wachstum im III. Quartal zwar wieder leicht, dennoch zeichnet sich eine Umorientierung der Wirtschaft mit abgeflachten Wachstumsraten ab.

In der EU insgesamt und im Euro-Raum bleibt die positive Tendenz der letzten Monate erhalten: Nach einer Ausweitung der Industrieproduktion im August deuten Vorlaufindikatoren der Europäischen Kommission auf eine langsame Erholung hin. Im September blieb die Arbeitslosenquote im Vormonatsvergleich stabil, war aber mit 12,2% (Euro-Raum) bzw. 11,0% (EU) sehr hoch.

Auch in Deutschland hielt die gute Konjunkturdynamik an. Aufgrund der Belebung der Nachfrage aus dem In- und Ausland steigerte die Industrie ihren Umsatz im August deutlich. Ebenso gewannen die Exporte und der Einzelhandel wieder an Schwung.

Nach einer Stagnation festigte sich in den letzten Monaten auch in Österreich die Aussicht auf eine Besserung der Wirtschaftslage. Sowohl der WIFO-Konjunkturtest als auch der WIFO-Frühindikator deuten auf eine langsame Aufwärtsentwicklung hin.

Die Inflationsrate sinkt gemessen am VPI seit Anfang 2013 kontinuierlich und lag im September bei 1,7%. Vor allem Treibstoffe kosteten wesentlich weniger als im September 2012. Die günstigen Konjunkturperspektiven hellen auch das heimische Konsumentenvertrauen auf. Nach dem Rückgang seit Jahresbeginn dürften die realen Einzelhandelsumsätze im III. Quartal im Vorjahresvergleich angezogen haben. Im Tourismus verlief die Konjunktur zuletzt verhalten, die Umsätze wurden durch eine niedrige Ausgabenbereitschaft der Gäste gedämpft.

Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen war im Oktober um 12,2% höher als im Vorjahr, mit den stärksten Zuwächsen in der Bauwirtschaft sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Im Vormonatsvergleich stieg die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt um 0,5%, die Beschäftigung erhöhte sich leicht um 0,1%.