Einmaleffekte trüben das Q2 Ergebnis
Einmaleffekte trüben das Q2 Ergebnis
Das Ergebnis zum zweiten Quartal und damit auch das Halbjahresergebnis der Vienna Insurance Group wurden von Einmaleffekten negativ beeinträchtigt. In Rumänien mussten eine Firmenwertabschreibung in Höhe von EUR 75 Mio. sowie Vorsorgen (EUR 15 Mio.) vorgenommen werden. Weitere Vorsorgen in Höhe von EUR 35 Mio. wurden für das Italiengeschäft der Donau Versicherung getroffen. Darüber hinaus führte das Hochwasser von Donau und Moldau im Juni 2013 zu einer Verdreifachung der Unwetterschäden, wovon jedoch ein großer Teil durch Rückversicherung abgedeckt wurde. Aufgrund dieser außerordentlichen Belastungen sank der Gewinn vor Steuern im ersten Halbjahr verglichen mit dem Vorjahr um 32% auf 205,7 Mio. Ohne die oben erwähnten Einmaleffekte wäre der Gewinn vor Steuern um 9,5% gestiegen. Das Konzernergebnis fiel um 39% auf EUR 146,5 Mio. Wie erwartet waren die Prämieneinnahmen im 1. Halbjahr rückläufig (-4,8%), was in erster Linie an geringeren kurzfristigen Einmalerlägen in Polen lag. Trotz der hohen Aufwendungen im Zusammenhang mit den Unwetterschäden und den Vorsorgen blieb die Combined Ratio unter 100%.
Ausblick
Für das Gesamtjahr erwarten wir einen weiteren Rückgang der Prämien bei weiterhin solider Profitabilität. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Nettogewinn 2013 aufgrund der außerordentlichen Belastungen im Q2 deutlich unter das Niveau des Vorjahres fallen wird. Sollte das Management strikt bei seiner Dividendenpolitik bleiben und die Ausschüttungsquote nicht erhöhen, würde das eine Kürzung der Dividende (verglichen mit dem Vorjahr) bedeuten. Eine diesbezügliche Entscheidung wird jedoch erst im ersten Quartal 2014 fallen. Da die Aktie in den letzten Wochen unserem Kursziel sehr nahe gekommen ist, sehen wir derzeit nur ein beschränktes Kurspotential.