Mitterlehner will Mitarbeiterbeteiligung

"trend": Mitterlehner will Mitarbeiterbeteiligung


Wirtschaftsminister Mitterlehner will Arbeitnehmer verstärkt an Unternehmensprofiten beteiligen.

Die ÖVP will im Wahlkampf ihre Wirtschaftskompetenz unter Beweis stellen und lässt mit einem neuen Vorschlag aufhorchen, wie das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet. Konkret geht es um ein neues Modell zur "Mitarbeitererfolgsbeteiligung", das Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner demnächst präsentieren wird: Vom Vorsteuergewinn eines Unternehmens sollen bis zu zehn Prozent steuerbegünstigt an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden können. Die Erfolgsbeteiligung wird innerhalb der Unternehmen ausverhandelt, gedacht wird an eine Deckelung, damit gut entlohnte Mitarbeiter nicht auch noch höhere Boni bekommen.

Das Lukrative für die Arbeitnehmer: Für den Betrag sollen keine Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden. Und statt der normalen Einkommenssteuer gelten pauschal nur 25 Prozent Kapitalertragssteuer. Die Firmen ihrerseits würden sich Körperschaftssteuern ersparen. Mitterlehner: "Das ist ein Modell, das langfristig Arbeitsplätze im Land sichert. Denn Erfolg motiviert."

In der Praxis könnte das so aussehen: Der Stromversorger Verbund etwa hätte nach diesem Modell für das Geschäftsjahr 2012 bis zu 66 Millionen Euro steuerbegünstigt an seine 3100 Mitarbeiter ausschütten können. Bei der Pharmafirma Gerot-Lannach von Ex-Minister Martin Bartenstein wiederum wären es bis zu 3,76 Millionen Euro an 480 Mitarbeiter gewesen.