Lebensmittelproduzent Spitz kauft Auer-Blaschke
KURIER: Lebensmittelproduzent Spitz kauft Auer-Blaschke
Süßwarenunternehmen wieder in österreichischer Hand
Der Tortenecken-, Baumstamm- und Kokuskuppel-Produzent Auer-Blaschke ist wieder in österreichischer Hand. Das Familienunternehmen Spitz mit Sitz in Attnang-Puchheim hat das Unternehmen diese Woche von der niederländischen Continental Bakeries Gruppe übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
"Wir haben die komplette Firma mit dem Standort in Spillern und den 60 Mitarbeitern übernommen", bestätigt Spitz-Geschäftsführer Josef Mayer im KURIER-Gespräch. Zuletzt hatte Auer-Blaschke einen Jahresumsatz von 7,6 Millionen Euro. Nach einer einjährigen Umbauphase rechnet Mayer mit jährlichen Umsatzzuwächsen von rund zehn Prozent. Potenzial sieht Mayer vor allem in Deutschland, der Schweiz, Oberitalien, Slowenien, Kroatien und Ungarn. "Da haben wir eine starke Vertriebsorganisation und können Auer-Blaschke gut miteinbeziehen."
Zunächst wird ein einstelliger Millionenbetrag in die teils veralterten Anlagen am Produktionssstandort Spillern investiert. Was das für die Beschäftigten bedeutet, ist noch offen. "Die Mitarbeiterzahl ist nicht in Stein gemeiselt. Sie kann steigen oder sinken", so Mayer.
Spitz hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 256 Millionen Euro umgesetzt, rund zwei Drittel davon mit Getränken. Der zweitgrößte Umsatzbringer sind Back- und Süßwaren mit rund 60 Millionen Euro Jahresumsatz. Rund 70 Prozent der Produktion wird nicht unter der Marke Spitz sondern unter Handelsmarken für große Lebensmittelkonzerne produziert.