Anklage in der Causa Schillerplatz
KURIER - Anklage in der Causa Schillerplatz
Ex-Telekom-Chef Heinz Sundt und Ex-Vorstand Stefano Colombo wegen des Verdachts der Untreue angeklagt / Ex-ÖBB-Chef Martin Huber wegen Beihilfe zur Untreue
Der Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft über den Verkauf von zwei Etagen eines Stadtpalais der Telekom Austria an eine Firma im Einflussbereich des ehemaligen ÖBB-Chefs Martin Huber ist vom Justizministerium und der Oberstaatsanwaltschaft abgesegnet. Die Staatsanwaltschaft Wien will gegen Ex-Telekom-Chef Heinz Sundt und seinen ehemaligen Vorstandskollegen Stefano Colombo Anklage wegen des Verdachts der Untreue erheben. Huber wird Beihilfe zur Untreue vorgeworfen.
Birgit Wagner, ehemalige Mitarbeiterin der Telekom-Immobilienabteilung und heute Chefin des ÖBB-Personenverkehrs soll wegen Beweismittelfälschung und Begünstigung angeklagt werden. Der Gutachter Peter Klein ebenfalls wegen Beweismittelfälschung.
Die Immobilie wurde von der Telekom um 5,4 Millionen Euro an die "Schillerplatz 4 Projektentwicklungs GmbH" verkauft. Etwasmehr als ein Jahr später wurde die Gesellschaft um knapp elf Millionen Euro an die Baufirma Seeste weiterverkauft.
Für alle Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.