Gusenbauer wehrt sich im Falter gegen Spionage-Vorwurf

Gusenbauer wehrt sich im Falter gegen Spionage-Vorwurf


"Verletzung fundamentalster Menschenrechte"

In der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins Falter verteidigt Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer sein Engagement für die Novomatic und Kasachstan und wehrt sich gegen den jüngst aufgekommenen Spionagevorwurf.

"Das Ganze fußt auf einer Anzeige, die ein Kasache in Abu Dhabi gemacht hat. Ohne Beweise führt das zu einer strafrechtlichen Verfolgung, die dann gleich an die Öffentlichkeit gespielt wird, damit man den öffentlichen Rufmord vollziehen kann", sagt Gusenbauer dem Falter.

Gusenbauer greift auch das Nachrichtenmagazin "Profil", das über den Spionagevorwurf erstmals berichtet hat, an. "Das Nachrichtenmagazin profil versteht offensichtlich nicht, dass Rufmord die Perversion der Pressefreiheit ist. Hier geht es um eine Verletzung fundamentalster Menschenrechte, das öffnet dem Denunziantentum Tür und Tor."

Kritik an seinem Novomatic-Engagement lässt Gusenbauer nicht gelten.Unter ihm als SPÖ-Vorsitzender hätte es die Resolution gegen das kleine Glücksspiel nicht gegeben. "Ich hätte versucht, meine Freunde in der Partei vom Gegenteil zu überzeugen." Gusenbauer - derzeit für eine deutsche Tochterfirma der Novomatic sowie als Berater für den lateinamerikanischen Markt tätig - würde auch ein Österreich-Engagement der Novomatic annehmen.