Strenger Winter belastete wie erwartet, aber der Ausblick wird bestätigt
Strenger Winter belastete wie erwartet, aber der Ausblick wird bestätigt
Der strenge Winter mit tiefen Temperaturen im März verspätete wie erwartet den Start der Bausaison im ersten Quartal 2013. STRABAG’s Bauleistung verringerte sich um 6% auf EUR 2.135 Mio, und der Umsatz sank um 9% auf 1.995 Mio. Durch die fehlende Fixkostendeckung lag der operative Verlust mit 172 Mio. um 5% über dem des Vorjahres. Der Nettoverlust nach Minderheiten fiel trotzdem mit EUR 140 Mio. etwas geringer aus als im Vorjahr (EUR 151 Mio.). Vergangenes Jahr fielen im Finanzergebnis mehr als EUR 30 Mio. Fremdwährungsverluste an. Der Auftragsstand reduzierte sich im Vergleich zum Rekordstand des Vorjahres um 12%, lag aber um 5% über dem Stand von Ende 2012.
Ausblick
Trotz des schwächeren Auftaktes bleibt das Unternehmen bei seinen Einschätzungen für 2013. Die Bauleistung soll stabil bei EUR 14,0 Mrd. bleiben. Aufgrund des Ausbleibens negativer Sondereffekte sollte der operative Gewinn um gut ein Viertel auf zumindest EUR 260 Mio. ansteigen. Der kalte Winter hat auf der anderen Seite auch einen positiven Effekt für den Straßenbau – er bedingt vermehrte Reparaturmaßnahmen der Verkehrsinfrastruktur. Wir haben die Aktie erst kürzlich von Verkaufen auf Kaufen hochgestuft und bleiben bei dieser Einschätzung. Auch bei unseren Ergebnisschätzungen werden wir keine Änderungen vornehmen. STRABAG hat eine starke Bilanz mit geringer Nettoverschuldung. Die Aktie notiert gleichzeitig deutlich unter dem Buchwert von knapp EUR 28 und mit teils deutlichen Abschlägen zur Peer Group.