KV Chemische Industrie: Löhne und Gehälter steigen um bis zu 3,8 Prozent
KV Chemische Industrie: Löhne und Gehälter steigen um bis zu 3,8 Prozent
Am 3. Mai fand in der Wirtschaftskammer Österreichdie vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die rund
50.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie statt. Die
Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp konnten dabei nach schwierigen
Verhandlungen in dieser wichtigen Lohn- und Gehaltsrunde im Frühjahr
einen Abschluss erzielen. Dem vorausgegangen waren Proteste und eine
BetriebsrätInnen-Konferenz mit rund 350 TeilnehmerInnen am 30. April
in Wien. "Diese Demonstration an Solidarität hat die Verhandlung in
der entscheidenden vierten Runde maßgeblich vorangetrieben", sagen
die beiden Verhandlungsleiter Alfred Artmäuer (PRO-GE) und Roman
Krenn (GPA-djp). Die Mindest-Löhne und -Gehälter steigen um 3,3 %.
Die Erhöhung der IST-Löhne und -Gehälter beträgt 3,2 %. In beiden
Fällen steigen die Löhne und Gehälter aber um mindestens 63 Euro.++++
Ergibt der Erhöhungsprozentsatz weniger als 63 Euro, so werden diese
Löhne und Gehälter um den Mindestbetrag von 63 Euro erhöht. Dies
ergibt eine Erhöhung der niedrigsten Löhne und Gehälter von bis zu
3,8%. "Vor allem die BezieherInnen der unteren Einkommensgruppen
konnten wir durch den Mindestbetrag besonders berücksichtigen und
deren Einkommen stark erhöhen", betonen Artmäuer und Krenn. Die für
den Abschluss zu Grunde liegende durchschnittliche Inflationsrate der
letzten zwölf Monate beträgt etwa 2,4%. Der Geltungstermin für den
neuen Kollektivvertrag ist der 1. Mai 2013. Die Laufzeit des Lohn-
und Gehaltsabschlusses beträgt zwölf Monate.
Das Ergebnis im Detail:
? Erhöhung der KV-Löhne und -Gehälter um 3,3 %
? Erhöhung der IST-Löhne und -Gehälter um 3,2 %
? Mindestens jedoch um 63 Euro
? Erh öhung der Lehrlingsentschädigungen um 3,3 %
? Erhöhung der Schicht- und Nachtarbeitszulagen um 3,3 %
? Erhöhung der Aufwandsentschädigungen und Messegeld (niedrigster
Satz) um 3,2 %