STRABAG kürzt nach einem schwierigen Jahr 2012 die Dividende deutlich
STRABAG kürzt nach einem schwierigen Jahr 2012 die Dividende deutlich
Die STRABAG Ergebnisse für 2012 fielen etwas besser als erwartet aus, wenngleich die Zahlen immer noch deutlich hinter dem Vorjahr zurückblieben. Im Gesamtjahr sanken die Umsätze um 5% auf EUR 12,0 Mrd. und das EBIT um 38% auf EUR 207 Mio. Einerseits lag dies an der schwachen Baukonjunktur, infolge von Budgetkürzungen im öffentlichen Sektor sowie auch zurückhaltender privater Investitionstätigkeit. Andererseits schlugen bereits im zweiten Quartal negative Sondereffekte, wie die verzögerte Behandlung von Nachträgen bei öffentlichen Aufträgen in Polen, Drohverlustrückstellungen für einige große Projekte und EUR 43 Mio. Schadenersatzzahlungen im Zusammenhang mit der nicht erfolgten Akquisition der Cemex-Aktivitäten in Österreich und Ungarn negativ zu Buche. Das Finanzergebnis war zudem von rund EUR 12 Mio. netto- Fremdwährungsverlusten belastet. Insgesamt ging das Nettoergebnis nach Minderheiten um 69% auf EUR 60,6 Mio. zurück. Auch die Dividende für 2012 soll entsprechend von EUR 0,60 im Vorjahr auf nur noch EUR 0,20 gekürzt werden.
Ausblick
Das Management erwartet für 2013 ein anhaltend schwieriges Umfeld. Die Bauleistung soll heuer bei etwa EUR 14 Mrd. konstant bleiben. Allerdings geht man von keinen vergleichbaren negativen Sondereffekten aus, wodurch das EBIT auf zumindest EUR 260 Mio. ansteigen soll. Der seit Sommer 2011 laufende Aktienrückkauf ist inzwischen schon fast abgeschlossen. Per Ende April hat das Unternehmen bereits 9,94% von möglichen 10% der ausstehenden Aktien zurückgekauft. Da die Aktie nur noch knapp über unserem derzeitigem Kursziel von EUR 17,2 notiert, überlegen wir eine Hochstufung unserer Empfehlung von derzeit Verkaufen. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld ist unserer Ansicht hinreichend im Aktienkurs eingepreist.