A1-Betriebsrat: Regulierungswahnsinn nicht nachvollziehbar!
A1-Betriebsrat: Regulierungswahnsinn nicht nachvollziehbar!
Im Herbst dieses Jahres sollen Frequenzen für den
Ausbau der neuen Mobilfunkgeneration LTE versteigert werden. Im
Vorfeld beeinflusst der Telekom-Regulator (TKK) das Verfahren und
versucht, die Preise in die Höhe zu treiben. Walter Hotz,
Betriebsratsvorsitzender des Marktführers A1 Telekom Austria:
"Derzeit geht es der ganzen Branche nicht gut. Zum einen ist der
Markt in Österreich der am härtesten umkämpfte in Europa. Trotzdem
ist das österreichische Preisniveau durchaus moderat."
Die durchschnittlichen monatlichen Kosten für die österreichischen
Konsumenten liegen bei 22 Euro, in Frankreich bei 50, in Deutschland
bei 78, in Großbritannien sogar bei 114 Euro.
"Die Telekommunikation ist ein Produkt, das jeder verwendet. Die
Regulierung kostet jetzt schon jedes Jahr Millionen, die immer auf
das Personal umgelegt werden. Zum Beispiel machen Firmen in anderen
Märkten große Gewinne, weil sie zumindest die Preisgestaltung selbst
bestimmen können. Durch noch mehr Vorgaben werden der Branche Mittel
entzogen, die beim Netzausbau fehlen. Was da passiert, ist nicht mehr
nachvollziehbar", stellte Helmut Köstinger, Vorsitzender der
Kommunikationsgewerkschaft GPF fest.
In Österreich kommen sicherheitspolitische Auswirkungen dazu: Die
Kontrolle über das Staatsgrundnetz (z. B. Bundesheer,
Luftraumsicherung, Polizei) wird durch die Telekom Austria
gewährleistet. Auch Notrufnummern, Warn- und Alarmeinrichtungen (z.
B. Sirenen), Verkehrsleitsysteme, Bankomatkassen, Netzwerke der
Banken wären plötzlich gefährdet. Selbst alle privaten Telekom- und
Mobilfunkbetreiber nutzen das Netz der A1 Telekom Austria und könnten
gezwungen sein, die Preise zu erhöhen.
"Für uns gilt nach wie vor: Diese wertvollen
Basis-Infrastrukturunternehmen dürfen nicht zu Tode reguliert werden,
das kostet tausende hochwertige Arbeitsplätze und schadet den
Konsumentinnen und Konsumenten ", sagte Walter Hotz abschließend.