Erste Bank beurteilt Situation sehr skeptisch
Erste Bank beurteilt Situation sehr skeptisch
Letzte Woche wurden die schon mit Spannung erwarteten Zahlen zum 2. Quartal 2002 vom Unternehmen vorgelegt. Diese waren deutlich negativer als vom Markt erwartet. Das um Restrukturierungskosten bereinigte EBITDA betrug im 2. Quartal 2002 EUR -4,7 Mio. nach EUR +4,0 Mio. im 1. Quartal 2002. Zusätzlich fielen im 1. Halbjahr noch nicht im EBITDA enthaltene „Restrukturierungskosten“ von EUR 2,3 Mio. an. Insgesamt betrug der Umsatz damit EUR 71,0 Mio. nach EUR 74,4 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang begründet sich stark mit Preisdruck seitens der Handyhersteller und Mobilnetzbetreiber. Dramatisch wird der Vergleich der Quartale im Zeitablauf: Q3/01: EUR 47,4 Mio., Q4/01: EUR 41,1 Mio., Q1/02: EUR 38,8 Mio. und Q2/02: EUR 32,2 Mio. Die Firma selbst rechnet im 3. Quartal mit weiteren leichten Umsatzeinbußen und erst im Q4/02 wieder mit einer leichten Erholung. Das EBITDA soll auch im 3. Quartal noch leicht negativ sein und im Gesamtjahr dann EUR 1,1 Mio. betragen. Damit wurde die Prognose vom 25. Juni nocheinmal deutlichst nach unten revidiert. Während man also bis Mitte Juni noch von einem Umsatz von EUR 219,5 Mio. und einem EBITDA von EUR 30,7 Mio. ausgegangen ist, lauten die aktuellen Schätzungen 2 Monate später auf EUR 136 Mio. beim Umsatz und EUR 1,1 Mio. beim EBITDA.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt der hohe Firmenwert in der Bilanz, der per 31.12.2001 EUR 70,6 Mio. betragen hat. Aufgrund der massiv revidierten Ergebnisprognose stellt sich hier auch die Frage einer Abwertung möglicherweise am Jahresende. Das Jahresergebnis wird aber mit oder ohne Firmenwertabschreibung deutlichst negativ ausfallen. Der Halbjahresverlust betrug bereits EUR -10,5 Mio. Die liquiden Mittel wurden vom Unternehmen mit EUR 15,0 Mio. per Juni 2002 beziffert, was einen gewissen Polster für das Unternehmen darstellt. Eine genaue Angabe zur Nettoverschuldung kann nicht gemacht werden, da die Verbindlichkeiten vom Unternehmen unterjährig nicht genauer aufgeschlüsselt werden. Im Vergleich zum 31.12.2001, wo eine Nettoverschuldung von EUR 1,25 Mio. bestanden hat, dürfte diese aber durch eine starke Erhöhung der langfristigen Verbindlichkeiten deutlich gestiegen sein.
Wir können aufgrund der offensichtlich hohen Planungsunsicherheit beim Unternehmen und des starken Vertrauensverlustes in das Management trotz des stark gefallenen Aktienkurses weiterhin kein Investment in die Aktie empfehlen. Der einzige kurzfristige Hoffnungsschimmer für Anleger bleibt die oft zitierte Übernahmephantasie.
Letzte Woche wurden die schon mit Spannung erwarteten Zahlen zum 2. Quartal 2002 vom Unternehmen vorgelegt. Diese waren deutlich negativer als vom Markt erwartet. Das um Restrukturierungskosten bereinigte EBITDA betrug im 2. Quartal 2002 EUR -4,7 Mio. nach EUR +4,0 Mio. im 1. Quartal 2002. Zusätzlich fielen im 1. Halbjahr noch nicht im EBITDA enthaltene „Restrukturierungskosten“ von EUR 2,3 Mio. an. Insgesamt betrug der Umsatz damit EUR 71,0 Mio. nach EUR 74,4 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang begründet sich stark mit Preisdruck seitens der Handyhersteller und Mobilnetzbetreiber. Dramatisch wird der Vergleich der Quartale im Zeitablauf: Q3/01: EUR 47,4 Mio., Q4/01: EUR 41,1 Mio., Q1/02: EUR 38,8 Mio. und Q2/02: EUR 32,2 Mio. Die Firma selbst rechnet im 3. Quartal mit weiteren leichten Umsatzeinbußen und erst im Q4/02 wieder mit einer leichten Erholung. Das EBITDA soll auch im 3. Quartal noch leicht negativ sein und im Gesamtjahr dann EUR 1,1 Mio. betragen. Damit wurde die Prognose vom 25. Juni nocheinmal deutlichst nach unten revidiert. Während man also bis Mitte Juni noch von einem Umsatz von EUR 219,5 Mio. und einem EBITDA von EUR 30,7 Mio. ausgegangen ist, lauten die aktuellen Schätzungen 2 Monate später auf EUR 136 Mio. beim Umsatz und EUR 1,1 Mio. beim EBITDA.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt der hohe Firmenwert in der Bilanz, der per 31.12.2001 EUR 70,6 Mio. betragen hat. Aufgrund der massiv revidierten Ergebnisprognose stellt sich hier auch die Frage einer Abwertung möglicherweise am Jahresende. Das Jahresergebnis wird aber mit oder ohne Firmenwertabschreibung deutlichst negativ ausfallen. Der Halbjahresverlust betrug bereits EUR -10,5 Mio. Die liquiden Mittel wurden vom Unternehmen mit EUR 15,0 Mio. per Juni 2002 beziffert, was einen gewissen Polster für das Unternehmen darstellt. Eine genaue Angabe zur Nettoverschuldung kann nicht gemacht werden, da die Verbindlichkeiten vom Unternehmen unterjährig nicht genauer aufgeschlüsselt werden. Im Vergleich zum 31.12.2001, wo eine Nettoverschuldung von EUR 1,25 Mio. bestanden hat, dürfte diese aber durch eine starke Erhöhung der langfristigen Verbindlichkeiten deutlich gestiegen sein.
Wir können aufgrund der offensichtlich hohen Planungsunsicherheit beim Unternehmen und des starken Vertrauensverlustes in das Management trotz des stark gefallenen Aktienkurses weiterhin kein Investment in die Aktie empfehlen. Der einzige kurzfristige Hoffnungsschimmer für Anleger bleibt die oft zitierte Übernahmephantasie.