Investitionsbestände der EU27 in Drittländer stiegen zwischen 2008 und 2011 um 50% an
Investitionsbestände der EU27 in Drittländer stiegen zwischen 2008 und 2011 um 50% an
Beliefen sich Ende 2011 auf 5 000 Milliarden Euro
Am Ende des Jahres 2011 beliefen sich die EU27 Bestände an ausländischen Direktinvestitionen (DI) in Drittländern auf 4 983 Milliarden Euro, während die Bestände von Drittländern in der EU27 3 807 Mrd. betrugen. Somit ist die EU27 ein Nettoinvestor in Drittländer. Zwischen 2008 und 2011 stiegen sowohl die DI-Bestände der EU27 in Drittländern als auch die Bestände von Drittländern in der EU27 stetig an und erhöhten sich um rund 50%, während die EU27 Bestände in einem anderen EU Mitgliedstaat im selben Zeitraum um 20% wuchsen. Jedoch ist anzumerken, dass Bestände in Drittländern etwa 40% der gesamten EU27 DI-Bestände ausmachen, die restlichen 60% werden in anderen EU Mitgliedstaaten gehalten.
DI-Bestände dienen dazu, den Einfluss der Globalisierung messbar zu machen und bieten ein Maß für langjährige Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ländern. Sie geben den kumulierten Wert aller DI an, welche in der Vergangenheit getätigt wurden. Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.
Die Vereinigten Staaten und die Schweiz sind die wichtigsten Partner der EU27
Die wichtigsten Bestimmunsorte von EU27 DI-Beständen in Drittländer waren Ende 2011 die Vereinigten Staaten (1 421 Mrd. Euro bzw. 29% der gesamten EU27 Bestände in Drittländern), die Schweiz (598 Mrd. bzw. 12%), Brasilien (239 Mrd. bzw. 5%), Kanada (222 Mrd. bzw. 4%), Russland (167 Mrd. bzw. 3%), Australien (125 Mrd. bzw. 3%), Hong Kong (124 Mrd. bzw. 2%), Singapur (123 Mrd. bzw. 2%) und China (102 Mrd. bzw. 2%).
Im Hinblick auf DI-Bestände von Drittländern in der EU27 waren die wichtigsten Partner ähnlich. Die Hauptinvestoren waren die Vereinigten Staaten (1 344 Mrd. Euro bzw. 35% der gesamten Bestände von Drittländern in der EU27), die Schweiz (467 Mrd. bzw. 12%), Japan (144 Mrd. bzw. 4%), Kanada (138 Mrd. bzw. 4%), Brasilien (78 Mrd. bzw. 2%), Norwegen (75 Mrd. bzw. 2%), Singapur (67 Mrd. bzw. 2%), Hong Kong (64 Mrd. bzw. 2%) und Russland (53 Mrd. bzw. 1%).