Pröll in ÖSTERREICH: "Mit Geld kann Stronach Kandidaten einsammeln, aber keine Wählerstimmen"
Pröll in ÖSTERREICH: "Mit Geld kann Stronach Kandidaten einsammeln, aber keine Wählerstimmen"
NÖ-Landeshauptmann rechnet mit "klarer Entscheidung für die Wehrpflicht" - Pröll gibt Regierung für 2012 "Befriedigend"
Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) nimmt im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) Frank Stronach ins Visier: "Der Herr Stronach ist ein Mitbewerber wie jeder andere. Aber auch für ihn gilt: Vertrauen kann man sich nicht erkaufen. Mit Geld kann er seine Kandidaten einsammeln, aber keine Wählerstimmen." Einen Verlust der absoluten Mehrheit durch Stronach fürchtet Pröll nicht: "Wer mich kennt, der weiß, dass Angst keine Kategorie für mich ist. Ich habe bisher auch noch nicht vom kanadischen Milliardär vernommen, dass er wirklich antritt. Das Einzige was klar ist, ist, dass er nicht in den Landtag einziehen will. Aber man muss schon festhalten: Fünf Jahre lang hat ihn und seine Söldner-Truppe sowie andere politische Gruppierungen, die jetzt antreten wollen, niemand im Land oder bei der Arbeit für Niederösterreich gesehen. Auch das werden die Wähler zu werten wissen."
Auch zur Steuer-Diskussion um Stronach nimmt Pröll in ÖSTERREICH Stellung: "Ich kann dazu nur sagen, dass er überhaupt keine Steuern an Niederösterreich zahlt, weil Niederösterreich keine Steuerhoheit hat. Angeblich zahlt er seine Steuern ja in Kanada und der Schweiz, aber das müssen Sie ihn fragen."
Für das Wahljahr 2013 ist Pröll jedenfalls optimistisch: "Die Zeichen für die Bundes-ÖVP stehen gut. Es gibt eine positive Grundstimmung. Wir haben 2013 in einigen Bundesländern Wahlen, wo wir gut abschneiden werden. Bei der Nationalratswahl setze ich auf die Seriosität des Vizekanzlers, dann ist auch ein Wahlsieg drinnen." Bei der Heeres-Befragung geht Pröll von einem deutlichen Sieg für die Wehrpflicht aus: "Ich rechne am 20. Jänner mit einer klaren Entscheidung für die Wehrpflicht."
Der Regierung stellt der Landeshauptmann für 2012 ein "Befriedigend" aus: "Aber 2013 muss endlich etwas beim Thema Bildung weitergehen. Wirtschaftspolitisch sind wir auf einem guten Weg. Auf dem müssen wir bleiben."