Seitwärtstrend im ATX derzeit voll intakt
ATX: EZB-Chef M. Draghi verhilft den Börsen zum Turnaround in dieser Woche
Nach einem schwachen Wochenstart verhalf M. Draghi mit einer Rede zur Lage an den Finanzmärkten den Aktienbörsen doch noch zu einem versöhnlichen Wochenschluss, wenngleich der ATX im Wochenvergleich mit 2,1% im Minus verbleibt.
Mitverursacher dieser schwachen Indexperformance war der Verbund mit einem Wochenminus von 10,0%, was auf ein unter den Erwartungen liegendes Quartalsergebnis bzw. auch auf einen sehr vorsichtigen Ergebnisausblick zurückzuführen ist. Wir bleiben bei diesem Wert zurückhaltend gestimmt, weil das Marktumfeld leider um nichts besser geworden ist für den Verbund. Weiters sehr schwach war Wienerberger mit -7,7% - allerdings ohne besondere News. Auch dieser Wert ist für uns derzeit keine Kaufempfehlung, der Abwärtstrend ist hier voll intakt.
Auf der Gewinnerseite stand OMV mit einem Plus von 2,1%, was wohl auf einem langsam wieder steigenden Ölpreis zurückzuführen sein dürfte. Weiters bombenfest notierte ams (Notiz Börse Zürich!) nach einer weiteren Erhöhung der Firmenguidance. Wir haben hier in einer neuen Analyse unsere Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel in den 3-stelligen Bereich (in CHF) deutlich erhöht. Nicht so gut verlief es für AT&S, die mit den Quartalszahlen die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Die Aktie verlor über den Dividendenabschlag hinaus deutlich in dieser Woche, wobei der Ausverkauf hier für uns übertrieben erscheint.
Ausblick: Das Ergebnishighlight der nächsten Woche wird sicherlich das Q2-Ergebnis der Erste Group am Dienstag sein. Daneben berichtet am Freitag noch die AMAG. In Summe sehen wir den Seitwärtstrend im ATX derzeit voll intakt. Erst bei einem markanten Ausbruch über die Marke von 2.000 Punkten würde sich das Chartbild massiv verbessern. Nach unten hin sollte im besten Fall die Marke von 1.900 Punkten nicht signifikant unterboten werden. Letztlich werden aber wohl weiterhin die Aussagen von Politikern und Notenbankern die meiste Kursrelevanz haben – so wie auch in den letzten Tagen und Wochen. Die Wirtschaftsdaten waren zuletzt in Summe schwach, allerdings mit Anzeichen einer Stabilisierung auf tiefen Niveaus. Für eine positive Unterstützung der Aktienkurse dürfte dies noch nicht reichen.