Vermögensberater Norbert Wicki hatte weitere Österreich-Kontakte
NEWS: Vermögensberater Norbert Wicki hatte weitere Österreich-Kontakte
Aus Buwog-Affäre bekannter Treuhänder saß mit Schlaff-Steuerberater in Verwaltungsrat
Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe über die Verbindungen des aus der Buwog-Affäre bekannten Schweizer Vermögensberaters Norbert Wicki. Staatsanwaltschaft und U-Ausschuss gehen der Frage nach, wie Walter Meischberger zum Treuhänder Wicki kam. Der Geldbote Christoph Wirnsperger hatte dazu ausgesagt, dass Meischberger ihn einmal darum gebeten habe, bei Polizei oder Staatsanwaltschaft auszusagen, er hätte Meischberger an Wicki vermittelt.
Wirnspeger sagte dazu auch: "Ich vermute, dass Walter Meischberger einen Zusammenhang zwischen Mag. Karl-Heinz Grasser und Norbert Wicki vermeiden wollte."
Tatsache ist nun, dass Karl-Heinz Grasser und Walter Meischberger nicht die einzigen Österreicher sind, mit denen Wicki geschäftlich in Kontakt stand. Wicki war Verwaltungsratspräsident und Liquidator einer Centrex Energy & Gas AG mit Sitz im schweizerischen Baar. Mit ihm saß Michael Hason, Steuerberater des Milliardärs Martin Schlaff, im Verwaltungsrat.
Hasons Name fiel auch in der Telekom-Affäre im Zusammenhang mit einem monatlich 200.000 Euro schweren Vertrag mit der zypriotischen Firma "Holdenhurst", die wiederum im Eigentum der MS Privatstiftung Schlaffs steht.
Der auf Wirtschaftskriminalität spezialisierte Autor Jürgen Roth behauptet in seinem neuen Buch "Gazprom - Das unheimliche Imperium", dass der vom Kreml kontrollierte russische Konzern Gazprom auch mit der dem Wiener Investor Schlaff nahestehenden Firma Centrex in Verbindung stehe.
Hason sagt zu NEWS, er kenne Wicki "seit 20 Jahren". Die Schweizer Centrex gehört der österreichischen Centrex AG, die einer Arosgas Holding AG gehört, die im Eigentum einer zypriotischen GPC-DI Holdings Limited steht. Wem die Centrex letztlich gehört kann Hason nicht sagen, da er als Steuerberater der österreichischen Centrex der Berufsverschwiegenheit unterliege. Was Roth über die Centrex schreibe, sei laut Hason "Blödsinn", in der Sache Holdenhurst sei "alles offengelegt worden" und "in Ordnung". Martin Schlaff wiederum ließ voriges Jahr im Juli klarstellen, dass er Norbert Wicki nicht kennt und mit ihm nichts zu tun hat.