Vorwürfe gegen Vienna Insurance Group
Falter-Vorabmeldung: Vorwürfe gegen Vienna Insurance Group
Wie der Falter in seiner morgen, Mittwoch, erscheinenden Ausgabe berichtet, soll der Chef einer rumänischen Tochter-Firma der Vienna Insurance Group dem Versicherungskonzern massiven finanziellen Schaden zugefügt haben.
Dem Falter zufolge hat der rumänische Ex-Securitate-Offizier und Geschäftsmann Constantin Toma mit Hilfe eines verzweigten Firmennetzwerkes jahrelang fragwürdige Geschäfte unter dem Dach der Vienna Insurance Group (VIG) betrieben.
Toma war bis Ende Juni dieses Jahres der Generaldirektor der Versicherungsgesellschaft Omniasig, die sich zu 99 Prozent im Besitz der VIG befindet. Laut rumänischen Medienberichten soll der Multimillionär diese Position dazu genützt haben, um mit Firmen von Verwandten und Freunden überteuerte Geschäfte zum Schaden der VIG zu machen. VIG-Vorstandsdirektor Martin Simhandl dementiert, dass es zu "Malversationen" gekommen sei.
Für den Versicherungskonzern mit Sitz in Wien stellt Rumänien einen Kernmarkt dar, in dem die VIG im ersten Quartal 2011 ein Minus von knapp 5 Millionen Euro schrieb.