Erste Bank bezweifelt Firmenprognosen für das Gesamtjahr

Erste Bank bezweifelt Firmenprognosen für das Gesamtjahr

Letzte Woche präsentierte EMTS die angekündigt schwachen Zahlen für das 1. Quartal. Der Umsatz konnte zwar um 13% gesteigert werden, für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen aber nach wie vor einen Anstieg um 35%, d.h. die nächsten Quartale müssen deutlich höhere Zuwächse bringen um dieses Ziel erreichen zu können. Beim EBITDA mußte ein Rückgang um 28% hingenommen werden. Als Gründe wurden Probleme mit der Ersatzteilauslieferung, Kosten durch die Integration von erworbenen Beteiligungen und die Vorbereitung eines europaweiten Servicevertrags mit Siemens genannt. Die Gründe haben für uns allerdings rein operativen Charakter und können kaum als außerordentliche Position zählen.

Insgesamt wurde die Prognose für das Gesamtjahr stabil gehalten. Neben dem erwähnten Umsatzzuwachs von 35% soll das EBITDA bei EUR 30,7 Mio. liegen - im 1. Quartal konnten EUR 4,0 Mio. erzielt werden. Der Gewinn pro Aktie soll bei EUR 1,77 zu liegen kommen, nach EUR 1,13 im Jahr 2001. Wenn die Prognosen gehalten werden können, bietet die Aktie einiges an Steigerungspotenzial. Wir glauben aber, dass die Aktie aufgrund des sehr schwachen 1. Quartals und der Prognoserevision im letzten Jahr noch seitwärts gehen wird, bis sich das Erreichen der Gesamtjahresprognosen in den Quartalszahlen auch wirklich abzeichnet und das Vertrauen der Aktionäre damit gestärkt wird.