Erste Bank erachtet Übernahmeangebot als fair
Erste Bank erachtet Übernahmeangebot als fair
Nach verstreichen der Frist für das freiwilligen Übernahmeangebots für den Streubesitz der CA Immo Int. (CAII) gab die CA Immo (CAI) bekannt, insgesamt einen Anteil von 90,94% an CAII zu halten. Für alle CAII Aktionäre, die das Übernahmeangebot bisher nicht angenommen haben, verlängert sich die Annahmefrist des Übernahmeangebotes um 3 Monate. Die Nachfrist endet daher am 16.8.2010. Der Angebotspreis blieb unverändert bei EUR 6,50. Das Übernahmeangebot wurde in der Annahmefrist für insgesamt 11.293.906 CAII Aktien angenommen, dies entspricht einem Anteil von rund 26% am gesamten Grundkapital CAII. Weitere 827.286 Aktien wurden während der Angebotsfrist von der CAI über die Börse erworben (Durchschnittspreis: EUR 6,46 je Aktie). Da die CAI aktuell bereits über 90% an der Zielgesellschaft hält, erscheint die Übernahme der vollständigen Kontrolle mittels eines Squeeze-out Verfahren als wahrscheinlichste Variante nach Verstreichen der Nachfrist. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Übernahmeangebotes hielt CAI 63,05% an CAII.
Aufgrund der geringen Liquidität der Aktie der CAII spricht sicherlich einiges für ein De-Listing und eine Rückintegration in die Muttergesellschaft. Da das Angebot mit EUR 6,50 deutlich über dem Kurs vor Bekanntgabe liegt, erachten wir es als fair. Da wir von keiner Nachbesserung seitens CAI ausgehen, empfehlen wir das Angebot anzunehmen bzw. da die Aktie der CAII aktuell schon sehr nahe am Angebotskurs notiert eine Umschichtung in Aktien mit einem höherem Abschlag zum NAV und damit höherem Kurspotential. Aktuell favorisieren wir unter den österreichischen Immobilientiteln die conwert, ECO und Sparkassen Immo, aber auch eine Umschichtung in die Aktie der CAI macht durchaus Sinn. Da das Angebot rd. 30% unter dem zuletzt veröffentlichten NAV/Aktie von EUR 9,33 liegt, wirkt der Zukauf der CAII Anteile bei der Muttergesellschaft NAV erhöhend. Bei einer vollständigen Übernahme der aktuell im Streubesitz befindlichen Aktien zu einem Preis von EUR 6,50 würde das einer Steigerung um rd. 3% entsprechen.