Ergebnisse 2009 - Net Income gleichbleibend auf € 75 Mio.

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Hoch 50,11 Tief 50,00 Vortag 50,06

Ergebnisse 2009 - Stabil in bewegten Zeiten



• Net Income gleichbleibend auf € 75 Mio.
• Solide Bilanzstruktur: Eigenkapitalquote 40%
• Konzernumsatz - 18,1 % auf € 1.704,2 Mio.
• EBITDA - 5,6 % auf € 273,6 Mio.

Ausblick 2010:

• Festhalten an solider Bilanz- und Finanzstruktur
• Kontinuierliches Portfoliomanagement und Effizienzsteigerung
• Konjunkturelle Entwicklung weiterhin ungewiss

Im Vergleich zum Jahr 2008, welches über drei Quartale noch von einer boomenden Wirtschaftsentwicklung gekennzeichnet war, gingen Umsätze und Ergebnisse im Jahr 2009 erwartungsgemäß zurück. Dennoch konnten in allen drei Segmenten weiterhin solide Erträge erzielt werden. Das Net Income lag bei € 75,0 Mio. in gleicher Höhe wie im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie des Jahres 2009 blieb mit € 4,46 unverändert.

„Mit einem Net Income auf gleicher Höhe wie im Vorjahr konnten wir, wie angekündigt, an das gute Vorjahresergebnis anknüpfen. Die erfreulichen Ergebnisse sind das Resultat einer umfassenden Konsolidierung der Gruppe im abgelaufenen Jahr“, erklärt Dr. Hanno M. Bästlein, Vorsitzender des Vorstands der Constantia Packaging AG. „Diese, trotz des sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes erzielten Ergebnisse bestätigen die Innovationskraft des Unternehmens bzw. der Mitarbeiter und damit die nachhaltige Qualität unserer Produkte.“

Der Umsatz 2009 reduzierte sich um 18,1 % auf € 1.704,2 Mio., 7.828 Mitarbeiter an 44 Produktionsstandorten erwirtschafteten eine EBITDA-Marge von 16,1 %.

„In 2010 halten wir weiter fest an kontinuierlichem Portfoliomanagement und Effizienzsteigerung in Kombination mit einer starken Bilanz- und Finanzstruktur und angemessenem Risikoausgleich. Für die Umsatz- und Ertragsentwicklung bleiben wir aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Perspektiven bei unserer verhaltenen Einschätzung“, so Dr. Bästlein.

Ergebnisse im Detail

Der Konzernumsatz reduzierte sich um 18,1 % auf € 1.704,2 Mio. im abgelaufenen Jahr (Vorjahr: € 2.080,8 Mio.), wobei hiervon circa zwei Drittel auf die gesunkenen Aluminium- und Papierpreise sowie den Verkauf der dänischen Danapak Flexibles A/S entfallen, und circa ein Drittel aus Mengenrückgängen resultiert. Das Segment Aluminium erwirtschaftete 29 % des Konzernumsatzes. Der Umsatzanteil der Segmente Wellpappe und Flexible Verpackung belief sich auf 15 % bzw. 56 %.

So wie in den Vorjahren dominiert im Regionalportfolio Westeuropa (ohne Österreich) mit 57 % Umsatzanteil (56 % in 2008), Osteuropa mit 19 % (18 %), gefolgt von Nordamerika mit 13 % (12 %), Österreich mit 6% (10%) Mittel- und Südamerika mit 2 % (1 %), Asien mit 2 % (2 %) sowie Rest der Welt mit 1 % (1 %).

Das EBITDA nahm um 5,6% von € 290,0 Mio. in 2008 auf € 273,6 Mio. in 2009 ab, damit fiel der Rückgang im Ergebnis mit 5,6 % wesentlich geringer aus als im Umsatz. Erfreulicherweise konnte die EBITDA-Marge von 13,9 % in 2008 auf 16,1 % in 2009 gesteigert werden. Die AMAG steuerte € 108,0 Mio. (39 %) zum Konzern-EBITDA bei, Duropack € 41,2 Mio. (15 %), das Segment Flexible Verpackung € 135,8 Mio. (50 %), Konsolidierung € - 11,4 Mio. (-4 %).

Das EBIT betrug 2009 € 160,7 Mio. nach € 176,8 Mio. im Jahr 2008, das entspricht einer Marge von 9,4 % im abgelaufenen Jahr nach 8,5 % im Vorjahr. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnten erfreulicherweise in allen drei Segmenten die EBIT-Margen im Jahresvergleich nahezu konstant gehalten bzw. gesteigert werden, in der AMAG von 10,3 % in 2008 auf 12,1 % in 2009, in der Duropack mit 8,9 % im Vorjahr und 8,7 % in 2009 und bei Constantia Flexibles mit 8,6 % in 2008 bzw. 8,9 % im abgelaufenen Jahr.

Das Finanzergebnis veränderte sich von € - 43,2 Mio. in 2008 auf € - 46,2 Mio. in 2009. Die Gründe liegen vornehmlich in der Abschreibung eines Gesellschafterdarlehens an die zwischenzeitlich veräußerte Danapak Flexibles A/S in Höhe von € 8,0 Mio. in 2008 sowie in einem niedrigeren Zinsniveau für im Jahresvergleich reduzierte Bankverbindlichkeiten.

Die Beteiligung am kroatischen Papier- und Wellpappeerzeuger Belisce d.d. wurde um € 16 Mio. wertberichtigt. Mit dieser Risikovorsorge korrespondierend zur Entwicklung des Aktienkurses der Belisce d.d. trägt Constantia Packaging AG den fortgesetzt volatilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, gerade in der Region Süd-Osteuropa, Rechnung und folgt weiterhin ihren traditionell vorsichtigen Bilanzansätzen.

Das Net Income lag bei € 75,0 Mio. in gleicher Höhe wie im Vorjahr, bedingt durch den reduzierten Anteil von Minderheitsgesellschaftern nach dem Erwerb von 16,55% der AMAG im abgelaufenen Jahr.

Der Gewinn je Aktie des Jahres 2009 blieb mit € 4,46 gleich wie im Vorjahr.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich kräftig um 47 % von € 178,2 Mio. in 2008 auf € 261,6 Mio. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus konsequentem Working Capital Management.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wurden im Jahr 2009 auf € 72,3 Mio. angepasst nach € 125,2 Mio. im Vorjahr. Sie lagen damit situationsbedingt unter den planmäßigen Abschreibungen von € 112,9 Mio. (€ 113,2 Mio. im Vorjahr). Von den Gesamtinvestitionen des Konzerns entfielen € 25,4 Mio. auf das Segment Aluminium (35 %), € 6,5 Mio. auf das Segment Wellpappe (9 %) und € 40,2 Mio. auf das Segment Flexible Verpackung (56 %).

Der ROCE (Return on Capital Employed) lag bei 9,1 % in 2009 nach 10,1 % im Vorjahr. Einem reduzierten Ergebnis (NOPAT) stand ein durchschnittliches Capital Employed 2009 in etwa in der selben Höhe wie im Vorjahr gegenüber.

Der ROE (Return on Equity) reduzierte sich von 14,9 % in 2008 auf 12,0 % im abgelaufenen Jahr, bedingt durch ein niedrigeres Ergebnis nach Ertragssteuern in 2009 und einem nach der Begebung einer Hybridanleihe in 2008 deutlich gestiegenen durchschnittlichen Eigenkapital.

Die Eigenkapitalquote lag mit 40,4 % in 2009 etwas über dem Vorjahresniveau von 39,2 %.

In Anbetracht der fortgesetzt volatilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalbasis der Gruppe, schlägt der Vorstand der Hauptversammlung am 24.8.2010 vor, für das abgelaufene Jahr von einer Dividendenzahlung Abstand zu nehmen. Zudem beinhaltet der Preis im Kaufvertrag der Sulipo Beteiligungsverwaltungs GmbH bzw. One Equity Partners mit der Constantia Packaging B.V.in Höhe von € 38,67 je Aktie bereits eine Abgeltung der anteiligen Dividende für das Jahr 2009 in Höhe von € 1,17 je Aktie.

Ausblick

In diesen nach wie vor volatilen Zeiten des Wandels möchte Constantia Packaging AG diesen proaktiv mitgestalten. Ziel ist es, die sich ergebenden Risiken rechtzeitig zu erkennen und gleichzeitig Chancen unternehmerisch zu nutzen.

Auf dieser Basis strebt die Gruppe langfristig nachhaltiges Wachstum in Ergebnis und Unternehmenswert an, in Kombination mit einer soliden Bilanz und angemessenem Risikoausgleich. Gerade in diesen anspruchsvollen Zeiten bewähren sich unsere solide Bilanz- und Finanzstruktur und das stabile, auch auf Diversifikation beruhende Geschäftsmodell. „Obwohl aus unserer Sicht auch im laufenden Jahr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung noch von negativen Einflüssen belastet sein wird, gehen wir aus heutiger Sicht verhalten zuversichtlich in das Jahr 2010“, erläutert Dr. Hanno M. Bästlein.

Constantia Packaging AG als etablierter Lieferant von innovativen Aluminiumwalz- und Gussprodukten, flexiblen Verpackungen und Etiketten wie auch Wellpappe wird sich in den nächsten Jahren weiterhin auf Märkte mit nachhaltigen Wachstums- und attraktiven Gewinnpotenzialen konzentrieren. Die Gruppe will vor allem die Präsenz auf den Emerging Markets Zentral-, Süd- und Osteuropas, Mittel- und Südamerikas sowie Asiens weiter erhöhen, in denen ein überproportional steigender Bedarf an einer breiten Palette der von uns angebotenen Produkte erkennbar ist.

In einer sehr schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation im heurigen Jahr mit äußerst zurückhaltendem Investitionsverhalten in der Industrie und im privaten Konsum sind weitere strukturelle Bereinigungen, vor allem in zyklischen Branchen, nicht auszuschließen. Die Gruppe arbeitet mit der Duropack im Geschäft der Wellpappe und vor allem in der Flexiblen Verpackung in weniger zyklischen Bereichen mit relativ stabiler Nachfrage. Die Geschäfte der AMAG weisen eine mittlere Zyklizität auf, hier kommen dem Unternehmen die breite Palette der Kundenbranchen und die konsequente Ausrichtung auf innovative Premiumprodukte zugute.