Neuer Constantia-Plan für Vergleich mit Immoeast und Fries

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FORMAT: Neuer Constantia-Plan für Vergleich mit Immoeast und Fries
Der britische Finanzinvestor CVC soll die Constantia Packaging kaufen, Raiffeisen OÖ Hauptaktionär bei der AMAG werden

In das zähe Ringen um einen Vergleich der Constantia B.V. von Christine de Castelbajac mit dem Investor Rudolf Fries und der Immoeast kommt wieder Bewegungen. Wie das Magazin FORMAT berichtet, wurde ein neuer Vorschlag ausgearbeitet, dem ein komplexer Deal zu Grunde liegt. Der Plan sieht folgendermaßen aus, schreibt FORMAT unter Berufung auf Verhandlerkreise:

Die Constantia B.V. verkauft ihre 90 Prozent am Ver-packungskonzerns Constantia Packaging für 510 Millionen Euro an den britischen Finanzinvestor CVC. Gleichzeitig erwirbt die Constantia B.V. die Packaging-Tochter AMAG. 30 Prozent der AMAG reicht Castelbajac an Fries weiter. 60 Prozent verkauft sie für 300 Millionen Euro an die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und einen Partner der Bank. Die Constantia Packaging führt eine Hybridfinanzierung der RLB OÖ im Volumen von 250 Millionen Euro zurück.

Aus den Erlösen soll die Immoeast 170 Millionen Cash von Christine de Castelbajac erhalten. Zusätzlich sollen der Immoeast 36,3 Millionen eigene Aktien (Wert: aktuell gut 100 Millionen Euro und weitere Vermögenswerte für rund 100 Millionen übertragen werden. Die Haftung über 512 Millionen Euro (plus Zinsen), welche die Constantia B.V. nach den Milliardenspekulationen des früheren Immofinanz-Chefs Karl Petrikovics übernehmen musste, wäre damit getilgt.

Fries würde für seine 30 Prozent AMAG-Anteil auf seine Put-Option gegenüber Castelbajac für ein Immofinanz-Aktienpaket (390 Millionen plus Zinsen) verzichten.

Geht der Deal durch, würden Castelbajac noch rund 175 Millionen Euro aus dem Verkauf ihrer Beteiligungen bleiben. CVC und RLB-Chef Ludwig Scharinger, dessen Büro mit Hinweis auf die Verschwiegenheitspflicht die Causa nicht kommentieren wollte, machen Druck. CVC will nach dem Scheitern bei Lenzing und Böhler bei der Constantia Packaging endlich einen Erfolg landen. Scharinger möglichst noch vor den oberösterreichischen Wahlen am 27. September als AMAG-Retter dastehen. Allerdings sind noch einige rechtliche Hürden zu überwinden.