Endgültige Jahresergebnisse 2008/09: Immoeast verzeichnete das schwierigste Geschäftsjahr seit der Unternehmensgründung

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Endgültige Jahresergebnisse 2008/09: IMMOEAST AG verzeichnete das schwierigste Geschäftsjahr seit der Unternehmensgründung

Die IMMOEAST AG blickt auf das herausforderndste Geschäftsjahr (1.Mai 2008 bis 30.April 2009) seit Gründung der Gesellschaft zurück. Die Gründe dafür sind in dem als Immobilienkrise begonnenen und als Finanz- und Wirtschaftskrise fortgesetzten, massiven Konjunktureinbruch einerseits und der vom Management durch die Constantia Privatbank AG verursachten Malversationen andererseits zu suchen. Seit dem Managementwechsel im November vergangenen Jahres wird konsequent daran gearbeitet, Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten und die Finanz- und Ertragssituation der IMMOEAST zu stabilisieren. Besonders erwähnenswert ist dabei der Erwerb der IMMOAUSTRIA, wodurch Forderungen in Höhe von fast EUR 1,8 Mrd. gegenüber Gesellschaften des IMMOFINANZ-Konzerns signifikant reduziert wurden und die IMMOEAST ein Immobilienportfolio in einem der stabilsten Märkte der Region erwerben konnte.

Während operativ erfreuliche Steigerungen bei den Mieterlösen (EUR 282,7 Mio. gegenüber EUR 220,7 Mio. im Vorjahr) in Höhe von 28% und bei den Umsatzerlösen eine solche von 37% (EUR 407 Mio. nach EUR 297,2 Mio. ein Jahr zuvor) erzielt werden konnten und auch das EBITDA mit EUR 163,4 Mio. über dem Vorjahr (EUR 146,1 Mio.) liegt, war das Finanzergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres mit EUR -913,2 Mio. deutlich unter jenem des Vorjahreszeitraums (EUR 251,0 Mio.). Der Rückgang ist mit EUR -367,5 Mio. auf Abwertungen bei den assoziierten Unternehmungen (insbesondere Trigranit), auf Wechselkurseffekte (EUR -331,2 Mio.) und auf die Bewertung von Finanzinstrumenten (EUR -219,6 Mio.) zurück zu führen.

Die Neubewertung von Liegenschaften ist mit EUR -913,2 Mio. negativ, die Abschreibungen auf Entwicklungsprojekte, Firmenwerte und Forderungen ebenso mit EUR -822,9 Mio. Darin enthalten ist auch eine Teilabwertung (in Höhe von EUR -171,3 Mio.) der Forderung gegenüber der Constantia Packaging B.V. aus dem sogenannten „IBAG-Bond“ auf EUR 350 Mio. Darüber hinaus drohen Verluste aus fertig zu stellenden Entwicklungsprojekten in der Höhe von EUR -141 Mio. Ohne Berücksichtigung der positiven bilanziellen Wechselkurseffekte hätte die Neubewertung des Immobilienvermögens EUR -1.377,6 Mio. betragen.

Das EBIT beträgt somit EUR -1.713,8 Mio. (GJ 2007/08: EUR 15,0 Mio.), das EBT EUR -2.627,0 Mio. (GJ 2007/08: EUR 266,0 Mio.). Der Buchwert je Aktie beträgt EUR 6,45 (GJ 2007/08: EUR 9,42) und der NAV (Net Asset Value) je Aktie EUR 7,09 nach EUR 10,27 ein Jahr zuvor. Das Ergebnis je Aktie errechnet sich mit EUR -2,85 (GJ 2007/08: EUR 0,21).

Für das laufende Geschäftsjahr wird von einer weitgehend stabilen Situation ausgegangen, wobei Abwertungen in einzelnen Ländern und/oder Assetklassen in Osteuropa nicht auszuschließen sind.

Die Kapitalstruktur der IMMOEAST kann auch weiterhin als äußerst solide bezeichnet werden. So weist der IMMOEAST-Konzern Eigenkapital in Höhe von EUR 5.387,1 Mio. und eine Eigenkapitalquote von 50,5% auf. Im Einzelabschluss beträgt das Eigenkapital zum 30. April 2009 EUR 5.242,8 Mio. und die Eigenkapitalquote 84,4%. Der Jahresfehlbetrag im Einzelabschluss der IMMOEAST AG in Höhe von EUR -2.110,3 Mio. ist vor allem auf die Wertberichtigung von Forderungen aus der Konzernfinanzierung (in Höhe von EUR -1.691,6 Mio.) und auf die Abschreibung von Beteiligungsansätzen (in Höhe von EUR -589,6 Mio.) zurück zu führen. Beide Effekte haben ihre Ursache in den Immobilienabwertungen.

Im laufenden Wirtschaftsjahr wird es darauf ankommen, die bereits erzielten Erfolge in der Stabilisierung und Optimierung der bestehenden Investments zu verstärken und die nicht gestoppten und ausfinanzierten Entwicklungsprojekte planmäßig fertig zu stellen. Bei den eingefrorenen bzw. eingestellten Entwicklungsprojekten besteht die Chance darin, diese selektiv zu reaktivieren.