Erste Bank sieht durchaus noch etwas Aufwärtspotenzial für die Aktie

84,40 EUR -2,09%
Hoch 87,00 Tief 84,40 Vortag 86,20
Erste Bank sieht durchaus noch etwas Aufwärtspotenzial für die Aktie

STRABAG berichtete Ende dieser Woche über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2009. Das Umsatzwachstum von 18% auf EUR 1.763 Mio. lag etwas über den Erwartungen und resultierte überwiegend aus den im Vorjahr getätigten Akquisitionen. Die niedrigen Temperaturen wirkten sich jedoch negativ auf die Bauleistung besonders im Tiefbau aus. Der operative Verlust im Winterquartal war mit EUR -152,7 Mio. um 10,5% höher als vergangenes Jahr, wir hatten jedoch mit einem deutlich höheren Verlust gerechnet. Der Grund für die bessere Margenentwicklung lag hauptsächlich in gesunkenen Preisen für Rohstoffe und Subunternehmer, während in den abgearbeiteten Verträgen noch höhere Preise einkalkuliert waren. Das Nettoergebnis nach Minderheiten lag wiederum im Rahmen unserer Erwartungen, da rund EUR 20 Mio. Währungsverluste das Finanzergebnis belasteten und ein geringer als erwarteter Verlust auf Minderheiten entfiel. Das Orderbuch sank gegenüber Ende 2008 um rund 3% auf EUR 12,85 Mrd. – insbesondere in Russland verzeichnete das Unternehmen wieder Orderstornierungen in größerem Umfang.

Sinkende Kosten für Rohstoffe und Subunternehmer sollten sich in 2009 auch weiterhin positiv auf die Profitabilität, insbesondere im Hochbausegment, auswirken. Bei den neuen Projekten macht sich jedoch bereits der verstärkte Wettbewerb bemerkbar. Positive Auswirkungen aus den Konjunkturprogrammen erwartet das Unternehmen frühestens im dritten Quartal 2009. Das Unternehmen erwartet dank positiver Konsolidierungseffekte und niedrigerer Rohstoffkosten eine flache Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr. Unsere Schätzungen und Kursziel befinden sich in Überarbeitung, wir sehen aber durchaus noch etwas Aufwärtspotenzial für Aktie derzeit.