ATX: Erste Bank langfristig unverändert (vorsichtig) optimistisch

5.813,69 EUR +0,07%
Hoch 5.818,57 Tief 5.768,29 Vortag 5.809,61
ATX: Erste Bank langfristig unverändert (vorsichtig) optimistisch

Nach Wochen der Kursgewinne musste der ATX dieses Mal einen Rückschlag hinnehmen, auf Wochensicht -3,5%. Besonders unter Druck geriet die Raiffeisen Int., die um 13,6% nachgab. Auf der Verliererseite standen auch einige Industrieunternehmen, die sich in den letzten Wochen an sich gut behauptet hatten, wie beispielsweise Andritz (-9,9%) oder RHI (-3,3%), die am Donnerstag ihre endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr brachte. Diese waren zwar gegenüber den bereits präsentierten vorläufigen Zahlen unverändert, dennoch gab es eine Überraschung. CFO Colombo wird mit Ende Mai das Unternehmen verlassen, seine Agenden wird CEO Fahnemann übernehmen. Und auch bei der Wienerberger wird es Veränderungen auf der Vorstandsebene geben. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reithofer wird mit Ende Juli zurücktreten, Nachfolger wird sein Stellvertreter Heimo Scheuch. Die Aktie schloss mit einem Plus von 4,4%. Auf der Gewinnerseite standen außerdem noch STRABAG (nach den hohen Kursverlusten der Vorwoche) und Zumtobel (nach einer äußerst volatilen Woche) mit +5,4% bzw. +5,1%. Generell gibt es momentan wenig Korrelation zwischen fundamentalen Neuigkeiten und Kursbewegungen.

Dies musste auch die Österreichische Post zur Kenntnis nehmen. Auch wenn sich das Unternehmen skeptisch bezüglich des ersten Entwurfs zum neuen Postgesetz zeigt, werten wir diese Nachricht als eindeutig positiv. Die Aktie bewegte sich dennoch kaum (+0,6%). In der nächsten Woche beginnt die Berichtssaison für das erste Quartal. Gespannt dürfen wir dabei vor allem auf Verbund und Erste Group sein. Daneben gibt es noch einige Unternehmen, die ihre (endgültigen) Zahlen für das abgelaufene Jahr präsentieren, darunter STRABAG, UNIQA, A-TEC, CAToil und Sparkassen Immo. Die Flughafen Aktie wird am Dienstag den Dividendenabschlag (EUR 2,60 pro Aktie) deutlich zu spüren bekommen. Lenzing wird ebenfalls ex Dividende gehandelt werden (EUR 14 pro Aktie). Zu euphorisch sollte man nicht sein. Die letzten Kursbewegungen nach oben und einige Gewinnrevisionen bewirkten eine deutliche Zunahme des Forward KGVs. Auf Basis des K/BW Verhältnisses kann man den ATX nach wie vor als günstig bewertet sehen, mögliche Firmenwertabschreibungen können aber auch dieses Bild verändern. Zwar sind wir langfristig unverändert (vorsichtig) optimistisch, kurzfristige Korrekturen sind aber zu erwarten.