Quartalszahlen waren sehr schwach, meint die Erste Bank

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Quartalszahlen waren sehr schwach, meint die Erste Bank

Die ECO Business-Immobilien AG hat in dieser Woche sehr schwache Quartalszahlen zum 30. September vorgelegt. Während die Vermietungserlöse in den ersten neun Monaten noch deutlich gesteigert werden konnten, war das Konzernergebnis mit EUR -16,8 Mio. (1-9/2007: EUR 20,2 Mio.) klar negativ. Ursache dafür waren insbesondere marktbedingte Abwertungen des Immobilienportfolios im 3. Quartal in der Höhe von rund knapp 3% des gesamten Portfolios. Die Vermietungserlöse konnten in den ersten neun Monaten 2008 im Vergleich zur Vorjahresperiode auf EUR 55,4 Mio. (+55%) gesteigert werden. Der Transaktionsmarkt für Business- Immobilien ist im 3. Quartal 2008 beinahe vollkommen zum Erliegen gekommen, weshalb auch der sonst stabile Ergebnisbeitrag aus Handelsaktivitäten im 3. Quartal kaum vorhanden war. ECO erzielte in diesem Umfeld in der Periode 1-9/ 2008 Verkaufsgewinne von EUR 3,6 Mio. (1-9/2007 EUR 6,0 Mio.). Die Verkaufserlöse lagen dabei um rund 25,8% über den bilanzierten IFRS-Werten. Der von der Firma berichtete "Cash Ertrag" lag in den ersten 9 Monaten bei nur noch EUR 5,9 Mio. (nach EUR 13,4 Mio.), damit wird von der Gesellschaft aus dem operativen Geschäft nach Zinsen und Steuern nur mehr ein sehr geringer Cash-Überschuss erwirtschaftet.

Obwohl die Zahlen sicherlich enttäuschend ausgefallen sind, sind wir für die Aktie selbst nicht unbedingt nur pessimistisch gestimmt. Der NAV (Buchwert pro Aktie) wurde per 30.9. mit EUR 11,83 berichtet und liegt damit deutlichst über dem aktuellen Börsenkurs. Obwohl im 4. Quartal ein weiterer Rückgang des NAV realistisch ist, notiert die Aktie damit sicher zu tief. Allerdings fehlt den Aktionären und auch uns derzeit die Perspektive. Die Gesellschft wird extern über conwert gemanagt, welche mit 24,9% auch der größte Einzelaktionär ist. Der aktuelle 6- Monats Durchschnittskurs liegt bei rund EUR 5,20. Wir würden es für die ECO Aktionäre am besten finden, wenn conwert hier früher oder später ein Angebot an den Streubesitz legt und die Aktienmehrheit übernimmt. Sollte dies passieren, wird sich conwert aber noch Zeit lassen, da der Durchschnittskurz ja derzeit jeden Tag deutlich sinkt. Die zweite Hoffnung für die ECO Aktionäre lag aus unserer Sicht zuletzt vor allem auch in der erwarteten Dividende, die aufgrund des sich nun abzeichnenden Jahresverlustes wohl eher ausfallen wird. Bei dieser Aktie wird in Summe wohl noch etwas Geduld gefragt sein, bis sie wieder auf ein annähernd faires Niveau steigen wird.