ATX: An der Wr. Börse gibt es derzeit nichts zu beschönigen

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Hoch 5.898,11 Tief 5.828,08 Vortag 5.852,36
ATX: An der Wr. Börse gibt es derzeit nichts zu beschönigen

An der Wr. Börse gibt es derzeit nichts zu beschönigen, der ATX ist weiter ungestoppt auf Talfahrt - diese Woche -7,5%. Damit wurden leider neue Tiefststände erreicht, was charttechnisch alles andere als positiv zu werten ist. Die Stimmung sinkt immer tiefer und leider werden wir im Zuge der Q3-Berichtssaison noch viele negative Nachrichten hören, da die wirtschaftlichen Aussichten sich zuletzt rapide verschlechtert haben. Gewinner der Woche (immerhin gibt es welche!) waren v.a. defensive Werte wie bwin (+3,4%), Telekom Austria (+2,9%) und Flughafen Wien (+2,8%). Bei den Verlierern standen Öl- und Finanzwerte ganz oben: SBO -19,2%, Erste Group -17,0% und VIG -15,5%. Die Unternehmensergebnisse diese Woche waren noch gut, Verbund konnte wiederum mit einem sehr guten Q3- Ergebnis glänzen. AT&S lieferte ein noch gutes Q2-Ergebnis ab, kündigte allerdings schon Restrukturierungskosten für heuer und ein schwaches nächstes Jahr an. Auch die Privatisierung der AUA ist nicht dazu angetan, die Stimmung zu heben, da die Lufthansa nur bei einem sehr geringen Kaufpreis Interesse haben dürfte und alle anderen Bieter derzeit passen. Immofinanz dürfte - trotz HVBeschluss - nun doch die EUR 0,40 Dividende ausfallen lassen. Dies hat der neue Vorstandssprecher Kleibl angekündigt. Diese Maßnahme soll die Liquidität des Unternehmens absichern. Als eine der ganz wenigen positiven Meldungen in dieser Woche konnte Andritz einen weiterhin positiven Ausblick präsentieren. Das Unternehmen ist wirklich qualitativ extrem hochwertig, weshalb wir hier - trotz widriger Marktlage - eine neue Kaufempfehlung ausgesprochen haben.

Wie sieht nun der kurzfristige Ausblick aus? Leider nicht gut - wir erwarten eine Vielzahl an vorsichtigen Ausblicken seitens der Unternehmen in der gerade angelaufenen Berichtssaison und die weitere wirtschaftliche Abkühlung dürfte offensichtlicher werden. Aktionäre werden sich in den nächsten Wochen - nicht nur wetterbedingt - noch warm anziehen müssen, sofern nicht EZB und/oder die int. Staatengemeinschaft neue signifikante Maßnahmen setzen.