Licht am Ende des Tunnels ist momentan nur schwer zu erkennen
ATX: Licht am Ende des Tunnels ist momentan nur schwer zu erkennen
Eine ganze Reihe von negativen Meldungen ließ den österreichischen Leitindex in der (fast) abgelaufenen Woche sprichwörtlich bluten. Der ATX gab um insgesamt 14,8% nach, am Ende hatten wir mit 2.645 Punkten ein Niveau, das wir zuletzt im Mai 2005 hatten. Begonnen hat die Woche gleich einmal mit einem Paukenschlag. Das US Repräsentantenhaus hatte das vorgeschlagene USD 700 Mrd. Rettungspaket für das US Finanzsystem abgelehnt. Die aus Frankreich kommenden Überlegungen, in Europa ebenfalls an einem allgemeinen Auffangvehikel für eventuell angeschlagene Banken zu arbeiten, wurden sehr schnell verworfen. Daneben gab es recht spektakuläre Rettungsaktionen für Fortis, Bradford & Bringley, Dexia und Hypo Real Estate. Die Hoffnungen, dass die EZB die Leitzinsen senken könnte, wurden ebenso wenig erfüllt. Zu allem Überdruss kamen am Ende der Woche auch noch - wenn auch wenig überraschend - nach unten revidierte Prognosen für das österreichische Wirtschaftswachstum, die von einem leichten Plus zwischen 0,9-1,2% für das Jahr 2009 ausgehen. Ob diese Prognosen halten werden, erscheint aus jetziger Sicht aber mehr als fraglich. Wochenverlierer war die Raiffeisen International (-27,3%), die zusätzlich unter der Liquiditätskrise des russischen Finanzmarktes zu leiden hatte. Mit massiven Verlusten hatte auch die STRABAG zu kämpfen (-24,6%), die einerseits Pläne zum Bau eigener Zementwerke in Russland verschieben musste und andererseits Projekte in Höhe von EUR 150 Mio. stoppte (ebenfalls in Russland). Die OMV (-20,5%) sah sich wiederum mit fallenden Ölpreisen konfrontiert. Einziger Gewinner der Woche war Mayr-Melnhof (+1,8%) nach einer Kaufempfehlung eines Brokers. Auch wenn die Amerikaner nun endlich ihr Rettungspaket beschließen, bedeutet dies noch nicht automatisch die Lösung aller Probleme. Vielmehr muss nun das Vertrauen in das fragile Finanzsystem wiedergefunden werden. Das Licht am Ende des Tunnels ist jedenfalls momentan nur schwer zu erkennen.
Eine ganze Reihe von negativen Meldungen ließ den österreichischen Leitindex in der (fast) abgelaufenen Woche sprichwörtlich bluten. Der ATX gab um insgesamt 14,8% nach, am Ende hatten wir mit 2.645 Punkten ein Niveau, das wir zuletzt im Mai 2005 hatten. Begonnen hat die Woche gleich einmal mit einem Paukenschlag. Das US Repräsentantenhaus hatte das vorgeschlagene USD 700 Mrd. Rettungspaket für das US Finanzsystem abgelehnt. Die aus Frankreich kommenden Überlegungen, in Europa ebenfalls an einem allgemeinen Auffangvehikel für eventuell angeschlagene Banken zu arbeiten, wurden sehr schnell verworfen. Daneben gab es recht spektakuläre Rettungsaktionen für Fortis, Bradford & Bringley, Dexia und Hypo Real Estate. Die Hoffnungen, dass die EZB die Leitzinsen senken könnte, wurden ebenso wenig erfüllt. Zu allem Überdruss kamen am Ende der Woche auch noch - wenn auch wenig überraschend - nach unten revidierte Prognosen für das österreichische Wirtschaftswachstum, die von einem leichten Plus zwischen 0,9-1,2% für das Jahr 2009 ausgehen. Ob diese Prognosen halten werden, erscheint aus jetziger Sicht aber mehr als fraglich. Wochenverlierer war die Raiffeisen International (-27,3%), die zusätzlich unter der Liquiditätskrise des russischen Finanzmarktes zu leiden hatte. Mit massiven Verlusten hatte auch die STRABAG zu kämpfen (-24,6%), die einerseits Pläne zum Bau eigener Zementwerke in Russland verschieben musste und andererseits Projekte in Höhe von EUR 150 Mio. stoppte (ebenfalls in Russland). Die OMV (-20,5%) sah sich wiederum mit fallenden Ölpreisen konfrontiert. Einziger Gewinner der Woche war Mayr-Melnhof (+1,8%) nach einer Kaufempfehlung eines Brokers. Auch wenn die Amerikaner nun endlich ihr Rettungspaket beschließen, bedeutet dies noch nicht automatisch die Lösung aller Probleme. Vielmehr muss nun das Vertrauen in das fragile Finanzsystem wiedergefunden werden. Das Licht am Ende des Tunnels ist jedenfalls momentan nur schwer zu erkennen.