Haselsteiner stellt Russen ein Ultimatum

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Haselsteiner stellt Russen ein Ultimatum
Strabag-SE-Chef Hans Peter Haselsteiner fordert für die russische Olympiastadt Sotschi einen Masterplan bis Juli. Wirtschaftsminister Bartenstein übt daran harsche Kritik

Strabag SE-Chef Hans Peter Haselsteiner, der unlängst sein Engagement in der russischen Olymipastadt Sotschi (Winterspiele 2014) aufgrund des "Planungschaos" infrage stellte, droht nun mit einem Ultimatum: "Der Masterplan muss bis Juli stehen. Und es müssen zügig weitere Entscheidungen fallen", sagt Haselsteiner in einem Interview mit dem kommenden Montag erscheinenden Wirtschaftsmagazin "trend".

Es gebe Reaktionen auf seine Warnungen, sich aus dem Sotschi-Geschäft zurückzuziehen: "Es wird versichert, dass der Masterplan kommen wird. Wir haben Sotschi zum Schwerpunkt unserer Russlandtätigkeiten erklärt und ich gehe davon aus, dass es gelingen wird. Es wird aber eine riesige Herausforderung."

Ein mögliches Scheitern des Sotschi-Geschäfts sei "keinerlei Problem für den Aktienkurs" seiner Strabag SE, versichert der Bauindustrielle, denn: "Wir können in Russland eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern beschäftigen. Wenn nicht in Sotschi, dann eben anderswo. Die Möglichkeiten, in Russland zu arbeiten, sind viel, viel größer als unsere Kapazitäten."

Haselsteiners kritische Sotschi-Aussagen werden nicht überall goutiert. Wirtschaftsminister Martin Barteinstein etwa kann die Aussagen "in keinster Weise" nachvollziehen. Im Gespräch mit dem "trend" sagt Bartenstein: "Ich war vor einigen Monaten in Sotschi. Ich bin überzeugt, dass es absolute Priorität für Medwedew und Putin hat. Es kann sich niemand leisten, ein derartiges Prestigeprojekt fallen zu lassen."