Erste Bank bestätigt Akkumulieren-Empfehlung

88,10 EUR +0,57%
Hoch 89,30 Tief 88,00 Vortag 87,60
Erste Bank bestätigt Akkumulieren-Empfehlung

Der vorläufige Bericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 der STRABAG enthielt neben Bauleistung, Orderbuch und Mitarbeiterstand zum Jahresende lediglich eine grobe Indikation, was die Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung betrifft. Der Anstieg der Bauleistung um 3,5% auf EUR 10.746 Mio. fiel geringer aus als erwartet (unsere Schätzung: EUR 10.919 Mio.; Konsensus: EUR 11.005 Mio.). Die Bauleistung im Schlussquartal (Q4) bewegte sich damit auf Vorjahresniveau. Sehr erfreulich hingegen weiterhin die Entwicklung des Auftragsstandes, welcher gegenüber dem Vorjahr um 26,3% auf EUR 10.742 Mio. zulegte, nicht zuletzt auch aufgrund großer Aufträge in Russland.

Wie erwartet verzeichnete das Segment Hoch- und Ingenieurbau mit +10,6% auf EUR 5.418 Mio. das stärkste Wachstum, während die beiden übrigen Segmente aufgrund der Fertigstellung einiger großer Projekte Rückgänge bei der Bauleistung verzeichneten. Das Unternehmen erwartet bei den Umsätzen eine ähnliche Entwicklung wie bei der Bauleistung, die operativen Margen sollen jedoch über dem Vorjahr liegen (adjustiert um a.o. Erträge aus dem Verkauf der DEUTAG AG in 2006). Das Nettozinsergebnis soll sich aufgrund der Erlöse aus den Kapitalerhöhungen ebenfalls verbessern. Insgesamt entspricht die Guidance unseren Erwartungen.

Die eher enttäuschende Entwicklung der Bauleistung im vierten Quartal ist unserer Ansicht aufgrund der gewohnt starken saisonalen Schwankungen und Timing-Effekte, des Rekord-Auftragsstandes und des zweistelligen Wachstums bei den Beschäftigten (+15,4% auf 61.125) keine Benchmark für das zukünftig zu erwartende Wachstum. Dies kommt auch im Unternehmensausblick zum Ausdruck, welcher von einem Wachstum der Bauleistung von 15% (wir erwarten rd. 11%) und einem deutlich höheren operativen Gewinn ausgeht. Wir sehen deshalb keinen Bedarf, unsere Schätzungen zu ändern. Wir bleiben deshalb aktuell bei unserer Akkumulieren- Einstufung mit Kursziel EUR 48.