Zeitung: RBI will Online-Bank in Tschechien und Slowakei verkaufen
Nachhaltig in Verlustzone und keine Wende in Sicht
Die in Tschechien und in der Slowakei tätige
Online-Bank Zuno steht nach Angaben der tschechischen
Wirtschaftstageszeitung "Hospodarske noviny" (Dienstag) zum Verkauf.
Die Raiffeisen Bank International (RBI) wolle Zuno verkaufen, weil
sie mit Jahresverlusten im Ausmaß von Dutzenden Millionen Kronen (1
Euro ist 27,8 Kronen wert) und einem kleinen Umfang an erteilten
Krediten konfrontiert sei.Die Verkaufsabsicht wurde bei der RBI bestätigt: "Das stimmt
überein mit unserer weiteren Strategie, jene Geschäftsbereiche und
Märkte zu restrukturieren und/oder zu verlassen, die signifikant
Kapital brauchen", sagte eine Raiffeisen-Sprecherin am Dienstag laut
Reuters.
Raiffeisen hat laut der Zeitung schon an mögliche Interessenten
das sogenannte Initialangebot geschickt. Die Interessenten sollten
unverbindliche Offerte bis Mitte Februar vorlegen. Dann würden
ausgewählte Bewerber die Möglichkeit erhalten, eine tiefgreifende
Prüfung von Zuno durchzuführen.
"Nach vier Jahren ist die Internet-Bank Zuno in der Verlustzone
und keine Wende in Sicht. Nun hat sich die österreichische RBI
entschlossen, sie loszuwerden", schreibt die Zeitung. Als "spürbares
Handicap" bezeichnet das Blatt, dass sich Zuno "nicht auf dem
Kreditmarkt durchsetzen konnte".
Zuno ist in der Slowakei seit 2010 tätig, in Tschechien seit
2011. In der Slowakei hat sie 140.000 Kunden, in Tschechien etwa
90.000.
(Schluss) ps/sp/cs
ISIN AT0000606306
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