ÖSTERREICH: René Benko und Eco Business teilen Bawag-Immobilien auf
Künftig getrennte Wege - Probleme mit "militärischer
Geschäftsgebarung"
René Benkos Signa Holding und die
Immobiliengruppe Eco Business, Partner bei der Übernahme des
Bawag-Immobilien-Paketes, gehen künftig getrennte Wege. Das berichtet
die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Derzeit stehen
60 Prozent der gemeinsamen Holding im Eigentum von Eco Business,
vierzig Prozent gehören der Signa Holding. Nun soll Benko aus der
Gesellschaft aussteigen. Die insgesamt 16 Liegenschaften werden
aufgeteilt. Das bestätigte Eco-Chef Friedrich Scheck gegenüber
ÖSTERREICH.
Die Modalitäten der Trennung stehen so gut wie fest, so die
Tageszeitung: 14 Häuser bleiben bei Eco, zwei will Benko behalten.
Der Tiroler hat sich für die Filetstücke des Bawag-Paketes
entschieden, nämlich die ehemalige Wiener Bawag-Zentrale auf der
Tuchlauben und das Haus Kärntnerstraße 9. Die beiden
City-Liegenschaften repräsentieren etwa vierzig Prozent des
Gesamtwertes. Den Kauf von der Bawag hatte zum größeren Teil Eco
bezahlt, weshalb Benko die von ihm heraus gelösten Realitäten neu
finanzieren muss.
Scheck wies im Gespräch mit ÖSTERREICH auf Probleme mit dem
Signa-Manager Martin Neidthart hin. Dieser gilt laut ÖSTERREICH als
politisch weit rechts stehend. Scheck: "Auf die militärische Art
Geschäfte machen läuft bei mir nicht." Benko streut er Rosen: "Er ist
ein hervorragender Immobilien-Entwickler und hat mehrfach beweisen,
was er kann."