Limberg III/Kaprun: Andritz bemüht sich um rasche Reparatur
Generatoren-Hersteller und Verbund suchen mit externen
Experten nach Fehlerursache - Wiederinbetriebnahme in "wenigen
Monaten" angestrebt - Keine Angaben zu Schadenshöhe oder
Kostentragung
Nach dem aktuellen Ausfall des
Pumpspeicherkraftwerks Limberg III in Kaprun will der Lieferant der
Generatoren, der steirische Maschinen- und Anlagenbauer Andritz, dem
Verbund in den nächsten Tagen einen Zeitplan für die Reparatur
vorlegen. "Unser Plan basiert auf raschen Beschaffungs-, Fertigungs-
und Installationsmaßnahmen, damit Verbund den Betrieb in wenigen
Monaten wieder aufnehmen kann", sagte ein Andritz-Sprecher der APA
am Freitag auf Anfrage.
Andritz bestätigte "Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme und
Erprobung der gelieferten Generatoren". Man arbeite gemeinsam mit
dem Betreiber Verbund und externen Spezialisten an einer
detaillierten Ursachenanalyse und an einem beschleunigten
Reparaturplan. Zur Höhe des finanziellen Schadens und zur Frage, wer
die Kosten trägt, machten weder Andritz noch Verbund Angaben.
Der Verbund hatte am Donnerstag einen Maschinenausfall in Limberg
III (480 MW) gemeldet. Ursache ist demnach ein Isolationsfehler am
Generator. Zudem trat bei Schwarzstartversuchen in der Kapruner
Oberstufe (Limberg I) ein Fehler am Einspeisetransformator auf,
wodurch auch diese Anlage (160 MW) voraussichtlich für mehrere
Monate nicht zur Verfügung steht. Insgesamt fehlen damit rund 640
MW. Laut Energieregulator E-Control ist die Versorgungssicherheit in
Österreich dennoch gewährleistet. Auf den Strompreis werden keine
oder nur marginale Auswirkungen erwartet. Andere Kaprun-Anlagen -
Limberg II (480 MW) und die Hauptstufe (260 MW) - sind nicht
betroffen. Limberg III war erst im September in Betrieb gegangen.
ivn/hel
ISIN AT0000746409
WEB http://www.verbund.com
WEB http://www.verfassungsgerichtshof.at