Lenzing im Dreivierteljahr mit 105 Mio. Euro Nettoverlust
Betriebsergebnis (EBIT) fast halbiert - Umsatz von 1.972 Mio.
Euro - Ausblick weiterhin positiv
Der börsennotierte Faserhersteller Lenzing
hat in den ersten drei Quartalen des Jahres einen Nettoverlust von
105 Mio. Euro geschrieben, nach einem Minus von rund 111 Mio. Euro
in der Vergleichsperiode 2024. Pro Aktie betrug der Verlust 4,38
Euro. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz
leicht um 0,7 Prozent auf 1,97 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis
(EBIT) wurde fast halbiert auf 20,6 Mio. Euro.
"Diese Entwicklung spiegelt die Auswirkungen anhaltender
Marktvolatilität sowie Zoll- und geopolitische Unsicherheiten
wider", heißt es in der Aussendung. "Die mittel- bis langfristigen
Perspektiven bleiben jedoch unverändert positiv."
In der Lenzing-Chefetage rechnet man für das ganze Geschäftsjahr
2025 weiter mit einem Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
über dem Vorjahresniveau. In den ersten neun Monaten stieg das
EBITDA um gut 29 Prozent auf rund 340 Mio. Euro. Das Ergebnis vor
Steuern (EBT) betrug minus 98,7 Mio. Euro, nach 33,4 Mio. Euro ein
Jahr zuvor - also fast eine Verdreifachung des Vorsteuerverlustes.
Standort in Indonesien könnte verkauft werden
Lenzing verweist in der Aussendung auf sein laufendes
Sparprogramm. Die Maßnahmen "sollen bis Ende 2027 zusätzlich
jährliche Einsparungen von rund 45 Mio. Euro nachhaltig
realisieren". Heuer sollen 180 Mio. Euro eingespart werden. In dem
Kontext überprüfe man auch die "strategischen Optionen" für den
Unternehmensstandort in Indonesien, "einschließlich eines möglichen
Verkaufs".
Ende September war bekannt geworden, dass der Faserhersteller
auch am Standort in Oberösterreich 300 Jobs in der Verwaltung
abbauen will - davon 250 noch bis Jahresende. In den folgenden zwei
Jahren sollen dann nochmals 300 weitere Stellen wegfallen.
spo/tsk
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