Allgemeines

Allgemeines

Datum/Zeit: 22.05.2024 12:05
Quelle: APA

wiiw - Potenzial von Ukraines Wirtschaft mit EU-Integration nutzbar


Sechs Sektoren mit besonderen Wettbewerbsvorteilen - EU sollte statt auf Protektionismus auf Einbindung des Landes setzen



Die Wirtschaft der Ukraine hat einige Stärken. Die EU wäre gut beraten, diese zu fördern und für die eigenen Lieferketten zu nutzen, statt sich mit Protektionismus vor Konkurrenz aus dem unter Russlands Angriff leidenden Land zu schützen, schreibt das wiiw in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse. Besonders gute Aussichten sieht das wiiw für die Sektoren erneuerbare Energie, kritische Rohstoffe, Metallverarbeitung, Maschinenbau, Lebensmittelindustrie und IT.

Falls die Industriepolitik der Ukraine entsprechend entwickelt, ausländische Investitionen gefördert und institutionelle Reformen umgesetzt werden, könnten diese sechs Sektoren tragende Säulen einer Integration der Ukraine in die EU-Wirtschaft sein, so das wiiw. Auslandsinvestitionen hätten schon vor dem Krieg stark geschwankt - nicht zuletzt, weil die rechtliche Sicherheit fehlt. Hier müsse das Land noch nachbessern.

Die Ukraine könnte die EU laut EU-Kommission mit rund 20 kritischen Rohstoffen versorgen. Hier liege einer ihrer größten Wettbewerbsvorteile. Die Nutzung und Einbindung des Potenzials der Ukraine könnte der EU helfen, ihre globale Unabhängigkeit zu sichern.

Bemerkenswert seien auch die Exporte von IT-Dienstleistungen aus der Ukraine, vermerkt das wiiw. Allerdings sei nur ein Teil der Wirtschaft auf diesem Stand, weitere Modernisierungen und gesetzliche Anpassungen zum Schutz von geistigem Eigentum seien nötig.

Bei Agrarprodukten sei die Ukraine zwar sehr stark, aber auch sehr verwundbar durch Protektionismus der EU. Zuletzt gab es Widerstand der vom Weltmarkt weitgehend geschützten EU-Bauern gegen Agrarprodukte aus der Ukraine. Würden diese hingegen in die Lieferketten der EU integriert, könnte sich Europa zu einem globalen Lebensmittelversorger entwickeln. Nach den Zerstörungen des Kriegs entfielen fast zwei Drittel der ukrainischen Exporte auf Agrarprodukte. Stark sei die Ukraine auch in einigen Sektoren des Maschinenbaus.

Für die EU haben die Autorinnen der gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung erarbeiteten Studie, Miriam Kosmehl, Veronika Movchan, Olga Pindyuk und Stefani Weiss, drei Empfehlungen, um der Ukraine den wirtschaftlichen Weg zu ebnen. Im Mittelpunkt müsse stehen, nachhaltig ausländische Investitionen ins Land zu bringen. Es reiche nicht, mit niedrigsten Löhnen zu werben. Geeignete Maßnahmen wären etwa, die Arbeitsproduktivität zu verbessern, indem die Ukraine (ganz) in Programme über Bildung, Forschung- und Entwicklung und Industriepolitik eingebunden wird.

Weiters solle die EU den Zugang der Ukraine in den EU-Markt und ihre Lieferketten weiter öffnen. Befristete Liberalisierungen sollten dauerhaft gemacht werden, "anstatt kurzfristigen und nur vermeintlichen Lösungen der protektionistischen Abwehr nachzugeben". Die komparativen Vorteile der Ukraine sollten genutzt werden, um die Souveränität der EU zu stärken.

Drittens sollte die EU mit der Ukraine zusammenarbeiten, um ihre Industriepolitik zu entwickeln, viel versprechende Nischen der ukrainischen Wirtschaft aufzubauen, soweit wie möglich noch während der Krieg andauert sowie möglichst viele Industriesektoren für den EU-Binnenmarkt fit zu machen.

tsk/cgh

ISIN WEB http://www.wiiw.ac.at/

 ISIN  AT0000743059
 WEB   http://www.omv.com

neuere Beitrge nchste Allgemeines News: AK/vida: Verpflichtende Weiterbildung fällt nun unter Arbeitszeit aeltere Beitrge

News zu AllgemeinesMeldungen zu Allgemeines
Datum Meldung
15-06-2024Industrieproduktion im Euroraum um 0,1% gesunken und in der EU um 0,5% gestiegen
15-06-2024berschuss des Euroraums im internationalen Warenverkehr in Hhe von 15,0 Mrd. EUR
15-06-2024Quote der offenen Stellen im Euroraum bei 2,9%
14-06-2024Pierer Mobility mit Umsatz- und Gewinnwarnung
14-06-2024S&P 500: Die wichtigsten technischen Indikatoren besttigen, dass der aktuelle Aufwrtstrend weiterhin intakt ist
[weitere Meldungen Allgemeines >>]

Medien Berichte AllgemeinesMedia-Monitoring Allgemeines
Datum Meldung
13-06-2024Welt steuert laut IEA auf massives Erdl-berangebot zu
13-06-2024US-Inflation sinkt berraschend auf 3,3 Prozent
13-06-2024US-Notenbank Fed hlt an Hochzins fest
10-06-2024Bringt das neue EU-Parlament den Kipppunkt in der Stahlindustrie?
07-06-2024OeNB-Chef Holzmann: Die Inflation ist klebriger als erwartet
[weitere Meldungen Allgemeines >>]

ForumAllgemeinesletzte Forenbeitrge Allgemeines



ATX (Wiener Börse Index) : 3534.45 -2% ATX Intraday Chart Brse Wien
          [Aktienkurse >>]

Brse NewsBRSE-NEWS
Schoeller-Bleck.-Insider-Transaktion: Vorstand Campbell MacPherson kauft 1.050 Aktien
Allgemeines-Industrieproduktion im Euroraum um 0,1% gesunken und in der EU um 0,5% gestiegen
Allgemeines-berschuss des Euroraums im internationalen Warenverkehr in Hhe von 15,0 Mrd. EUR
Allgemeines-Quote der offenen Stellen im Euroraum bei 2,9%
ATX (Wiener Börse Index) -Gerald Mayer neu im Aufsichtsrat der Wiener Brse AG
Strabag-Signa - Strabag hat fast 5 Mio. Euro abgeschrieben
ams Osram-ams-Osram: Haase und Ederer als Aufsichtsrätinnen wiedergewählt
Allgemeines-Pierer Mobility mit Umsatz- und Gewinnwarnung
Pierer Mobility (vormals KTM)-PIERER Mobility reagiert auf die verschrften globalen Rahmenbedingungen und passt Guidance an
Pierer Mobility (vormals KTM)- PIERER Mobility passt Guidance fr 2024 an
Strabag-Signa - Strabag hat fast 50 Mio. Euro abgeschrieben
Allgemeines-S&P 500: Die wichtigsten technischen Indikatoren besttigen, dass der aktuelle Aufwrtstrend weiterhin intakt ist
ATX (Wiener Börse Index) -ATX: Die Oszillatoren, allen voran Momentum und MACD stehen eindeutig auf Verkaufen
CA Immobilien-Empfehlung von Halten auf Reduzieren abgesenkt mit neuem Kursziel EUR 27,50/Aktie
   [weitere News >>]