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Datum/Zeit: 08.06.2023 18:17
Quelle: APA

Austro-Projekte profitieren von EU-Mikroelektronik-Initiative


Hierzulande 175 Mio. Euro für Vorhaben von sechs Firmen und einem assoziierten Partner - Gewessler: Trägt zu nachhaltiger Entwicklung bei - Kocher: Mikroelektronik ist Schlüsselsektor



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Am Donnerstag ist laut dem Technologieministerium in Brüssel der Startschuss für die bisher größte europäische Mikroelektronik-Initiative unter österreichischer Beteiligung gefallen. Insgesamt geht es den Angaben zufolge um 100 Unternehmensprojekte in 20 europäischen Staaten, von denen nun alle 68 genehmigungspflichtigen Projekte beihilferechtlich durch die EU-Kommission genehmigt wurden. 32 assoziierte Partner werden über weitere Förderungen der Mitgliedstaaten unterstützt.

Das "Important Project of Common European Interest" (IPCEI) umfasst ein Gesamtinvestitionsvolumen bis zu 21,8 Milliarden Euro. Die direkten Partner erhalten staatliche Beihilfen in Höhe von bis zu 8,1 Milliarden Euro. Diese lösen private Investitionen von insgesamt bis zu 13,7 Milliarden Euro aus, heißt es.

Aus Österreich sind an der Mikroelektronik-Initiative die Unternehmen AT&S, AVL, EEMCO, Infineon Austria und NXP Semiconductors Austria als direkte Partner beteiligt. Sie werden mit öffentlichen Geldern für Hochtechnologie-Projekte unterstützt. Assoziierte Partner sind hierzulande die Silicon Austria Labs (SAL).

Gemeinsam von der EU und der Alpenrepublik werden Beihilfen bis zu 175 Millionen Euro bereitgestellt. Diese setzen sich aus 125 Mio. Euro über die Mittel des Europäischen Wiederaufbaufonds sowie aus 50 Mio. Euro an zusätzlichen nationalen Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft zusammen. Abwickler sind FFG und aws.

"Dieses europäische Innovationsprogramm gibt uns zusätzliche Schubkraft, neuartige Spitzentechnologien und Fertigungsverfahren zu entwickeln, die die Dekarbonisierung und Digitalisierung voranbringen", begrüßte Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Austria, die Genehmigung der Beihilfen. "Damit steht ein weiteres strategisches Instrument zur gemeinschaftlichen Stärkung der Schlüsseltechnologie Mikroelektronik in Europa zur Verfügung. Es befördert die Innovationskraft im gesamten Ökosystem, forciert die Qualifikation für dringend benötigte Fachkräfte und sichert nachhaltig Wachstum."

Klima- und Technologieministerin Leonore Gewessler sprach in einer schriftlichen Stellungnahme von großen Herausforderungen, die die vielen Krisen bringen. "Gerade die Mikroelektronikindustrie nimmt hier eine Schlüsselrolle in Europa ein. Denn sie trägt maßgeblich zu einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Entwicklung bei." Über die Produktion von hochinnovativen und nachhaltigen Produkten könne in diesem Sektor ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise geleistet, gleichzeitig die Wirtschaft gestärkt und Europa widerstandsfähiger sowie autonomer gemacht werden, so Gewessler.

"Österreich ist im Bereich Mikroelektronik auf EU-Ebene einer der wichtigsten Standorte, daher haben wir den Sektor auch als industriepolitischen Schlüsselsektor definiert", so Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher in der gemeinsamen Stellungnahme. "Der Mikroelektroniksektor ist für die Gesamtwertschöpfung am heimischen Standort relevant und trägt einen erheblichen Anteil an der unternehmerischen Forschung und Entwicklung."

Das Gesamtprojekt verfolgt das Ziel, die energieeffiziente Produktion von Chips in Europa signifikant zu erhöhen und damit die digitale und grüne Transformation voranzutreiben sowie die Widerstandsfähigkeit und Souveränität Europas zu stärken. Gefördert werden hochinnovative Projekte in der Forschung und Entwicklung, aber auch der ersten gewerblichen Nutzung vor der Massenproduktionsphase. Das IPCEI ist das zweite im Bereich der Mikroelektronik. Im Jahre 2019 genehmigte die Europäische Kommission das IPCEI Mikroelektronik I, zu welchem Österreich im Jahr 2021 mit drei Unternehmen und einer staatlichen Beihilfe in Höhe von bis zu 146,5 Mio. Euro beitrat. Dabei wird auch auf sogenannte Spill-Over-Effekte gehofft, also das in weiterer Folge andere Firmen und der gesamte Standort profitieren.

Die EU-Kommission arbeitet auch an einem sogenannten Chips-Act. Die Halbleiterproduktion in Europa soll sich bis 2030 von 10 auf 20 Prozent am Weltmarkt verdoppeln. In überwiegendem Ausmaß ist die Finanzierung als Kofinanzierung von den Mitgliedsstaaten zu stemmen, erinnerte die Industriellenvereinigung - die das neue IPCEI und die heimische Teilnahme begrüßte - in einer Aussendung. "Wichtig ist, jetzt Vorsorge für die nationale Kofinanzierung in der ersten wie auch zweiten Säule des EU-Chips Act zu treffen - sowohl in Hinblick auf die für Herbst anstehenden Budgetverhandlungen als auch für die gesamte Laufzeit", betonte Generalsekretär Christoph Neumayr in Richtung Bundesregierung.

Um bei der Entwicklung von Mikroelektronik und Chips unabhängiger von den USA und China zu werden, habe die EU ein milliardenschweres Beihilfe-Programm genehmigt, umriss EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag in Brüssel laut Nachrichtenagentur dpa die Pläne. Damit sollen Dutzende Projekte, Mikrochips seien das Rückgrat der Wirtschaft, Europa müsse hier die eigenen Fähigkeiten erhöhen. "Wir müssen Pioniere werden", sagte Vestager.

phs/ed

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