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Datum/Zeit: 23.11.2022 18:00
Quelle: Immofinanz - Presseaussendung

IMMOFINANZ mit starker Performance in herausforderndem Umfeld: FFO 1 um 15% verbessert, Konzerngewinn erreicht EUR 249 Mio.



Like-for-like-Mieterlse legten im Q3 um 7,9% zu
Mieterlse im Q13 2022 mit EUR 216,9 Mio. stabil zum Vorjahr, bereinigt um Einmaleffekt um 3,4% verbessert
Fhrende Marktposition bei Retail Parks durch Zukufe und Eigenentwicklungen auf nunmehr 122 Standorte weiter ausgebaut
Substanzwert EPRA NTA je Aktie auf EUR 29,9 verbessert
Starke Bilanz mit Eigenkapitalquote von 58,0% und Netto-LTV von 33,7%
 
   KENNZAHLEN (IN MEUR)                   Q13 2022 Δ IN % Q13 2021
   Mieterlse                                 216,9    0,2     216,4
   Ergebnis aus Asset Management              168,4    3,2     163,1
   Ergebnis aus Immobilienverkufen             5,0  -79,4      24,1
   Ergebnis aus der Immobilienentwicklung      -7,8  n. a.      24,1
   Operatives Ergebnis                        117,8  -34,7     180,4
   EBIT                                       186,6  -20,4     234,4
   Finanzergebnis                             122,4   33,3      91,8
   Konzernergebnis                            248,6  -15,9     295,7
   FFO 1 (vor Steuern)                        115,9   15,4   100,5^1
Die IMMOFINANZ erzielte in den ersten drei Quartalen 2022 trotz eines herausfordernden Umfelds sehr solide Ergebnisse: Die Mieterlse erreichten ein hohes Niveau von EUR 216,9 Mio., das Ergebnis aus Asset Management verbesserte sich um 3,2% auf EUR 168,4 Mio. und der nachhaltige FFO 1 aus dem Bestandsgeschft (inklusive Dividendenzahlung der S IMMO) stieg deutlich um mehr als 15% auf EUR 115,9 Mio. Das Konzernergebnis lag bei EUR 248,6 Mio. Mit einer Eigenkapitalquote von 58,0% und einer konservativen Verschuldung mit einem Netto-LTV von 33,7% verfgte die IMMOFINANZ ber eine starke Kapitalbasis.

Die sehr guten Resultate in den ersten drei Quartalen besttigen die hohe Resilienz und Ertragskraft unseres Portfolios. So konnten wir auch in einem herausfordernden Umfeld wesentliche Kennzahlen wie die Like-for-like- Mieterlse, das Ergebnis aus dem Asset Management und den FFO 1 steigern und die Bilanz weiter strken. Wir kommen bei der Optimierung unseres Portfolios wie auch unserer Kostenstruktur gut voran und verfgen ber starke Marken im Retail- und Office-Geschft, die wir weiter ausbauen werden. Durch die zuletzt gettigten Zukufe und Eigenentwicklungen konnten wir unsere fhrende Marktposition bei Retail Parks in Europa auf nunmehr bereits 122 Standorte weiter ausbauen. Wir sehen uns daher gut positioniert, um unseren wertschaffenden Kurs auch in unverndert schwierigen Zeiten erfolgreich fortzusetzen, sagt Radka Doehring, Vorstndin der IMMOFINANZ.

Infolge der Erlangung der mehrheitlichen Kontrolle durch die CPI Property Group wurden im Berichtszeitraum einige Einmaleffekte schlagend. Dazu zhlten u. a. hhere Aufwendungen infolge der bernahmeangebote von der CPI Property Group und von der S IMMO sowie durch vorzeitige Rckzahlungen von Unternehmensanleihen aufgrund des Kontrollwechsels und das Ausscheiden von zwei Vorstandsmitgliedern.

Das operative Ergebnis lag damit bei EUR 117,8 Mio., das Ergebnis aus der Geschftsttigkeit summierte sich untersttzt durch positive Immobilienbewertungen auf EUR 186,6 Mio. Insgesamt erwirtschaftete die IMMOFINANZ in den ersten drei Quartalen einen Konzerngewinn von EUR 248,6 Mio. bzw. einen Gewinn je Aktie in Hhe von EUR 1,82^2.

Der nachhaltige FFO 1 aus dem Bestandsgeschft (vor Steuern) lag mit EUR 115,9 Mio. um 15,4% ber dem Vergleichswert des Vorjahres (Q13 2021 angepasst: EUR 100,5 Mio.^1). Dies entspricht einem FFO 1 je Aktie von EUR 0,85^3 (Q13 2021 angepasst: EUR 0,81^1, 3) unter Bercksichtigung einer hheren Aktienanzahl gegenber dem Vergleichszeitraum.

Vermietungsgrad auf hohem Niveau

Der Portfoliowert der IMMOFINANZ erhhte sich bis Ende September 2022 um 6,5% auf EUR 5,5 Mrd. und umfasste 260 Objekte. Davon entfielen EUR 4,9 Mrd. auf Bestandsimmobilien mit einer vermietbaren Flche von 2,1 Mio. m. Der Vermietungsgrad lag mit 94,0% auf einem hohen Niveau (31. Dezember 2021: 95,1%). Die Retail-Immobilien waren mit 98,3% voll vermietet. Die Bruttorendite des Bestandsportfolios betrug 6,0% auf Basis der IFRS-Mieterlse und 6,4% auf Basis der Mietvorschreibung. Die Rendite wurde um den im September gettigten Ankauf von 36 Retail-Immobilien in Tschechien und Polen bereinigt.

Eigenkapitalquote erneut gestrkt

Die IMMOFINANZ wies eine robuste Bilanzstruktur mit einer gestrkten Eigenkapitalquote von 58,0% (31. Dezember 2021: 48,1%) sowie einem neuerlich verbesserten Netto-Loan-to-Value von 33,7% (31. Dezember 2021: 36,7%) auf. Die liquiden Mittel betrugen EUR 241,7 Mio. und bei den Finanzverbindlichkeiten lagen die durchschnittlichen Finanzierungskosten (inkl. Derivate) bei lediglich 2,1%.

EPRA-Kennzahlen je Aktie verbessert

Der Substanzwert EPRA NTA je Aktie erhhte sich per 30. September 2022 um 2,5% auf EUR 29,92 nach EUR 29,19 zum 31. Dezember 2021. Der IFRS-Buchwert je Aktie verbesserte sich trotz einer Erhhung der Aktienanzahl auf EUR 28,30 (31. Dezember 2021: EUR 27,44).

Ausblick

Auf Basis der Zahlen fr die ersten drei Quartale 2022 und der Ende September gettigten Ankufe von Retail-Immobilien erwartet die IMMOFINANZ, dass der FFO 1 vor Steuern (inklusive S IMMO Dividende) im Gesamtjahr 2022 rund EUR 135 Mio. erreichen wird.

Ergebnisentwicklung im Detail

Die Mieterlse beliefen sich in den ersten drei Quartalen 2022 auf EUR 216,9 Mio. und entwickelten sich damit im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR 216,4 Mio. stabil. Dieser war allerdings von einer einmaligen Abschlagszahlung eines Gromieters in Hhe von EUR 6,7 Mio. fr eine pandemiebedingte Flchenreduktion deutlich positiv beeinflusst gewesen. Bereinigt um diesen Einmaleffekt ergab sich somit ein Zuwachs um 3,4%. Verantwortlich dafr waren neben der sehr guten Entwicklung der Like-for-like-Mieterlse der Zukauf eines STOP SHOP in Italien sowie die Fertigstellung von Projektentwicklungen, die den im Berichtszeitraum erfolgten Verkauf von Immobilien in Summe mehr als wettmachten. Die Like-for-like-Mieterlse (bereinigt um Zu- und Verkufe sowie Fertigstellungen) legten im 3. Quartal 2022 deutlich um 7,9% im Vergleich zum 3. Quartal 2021 und im Vergleich der ersten drei Quartale 2022 mit dem Vorjahreszeitraum um 6,6% zu.

Die Immobilienaufwendungen sanken um 13,7% auf EUR -37,5 Mio. Dies ist vor allem auf den starken Rckgang der darin enthaltenen Mietforderungsabschreibungen auf EUR -1,7 Mio. (Q13 2021: EUR -10,9 Mio.) zurckzufhren. Mit diesen hatte die IMMOFINANZ ihre Mieter whrend pandemiebedingter Schlieungsphasen in den Jahren 2020 und 2021 untersttzt. Die Instandhaltungsaufwendungen betrugen EUR -13,0 Mio. (Q13 2021: EUR -8,5 Mio.). Das Ergebnis aus Asset Management stieg um 3,2% auf EUR 168,4 Mio. (Q13 2021: EUR 163,1 Mio.).

Das Ergebnis aus Immobilienverkufen lag bei EUR 5,0 Mio. (Q13 2021: EUR 24,1 Mio.) und war vor allem von der im 2. Quartal gettigten, vollstndigen Wertberichtigung einer Kaufpreisforderung in Hhe von EUR -12,9 Mio. aus Russland belastet. Diese Forderung stammte aus dem Verkauf des Russland-Portfolios im Jahr 2017 und htte in der ersten Jahreshlfte 2022 beglichen werden sollen. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine und der damit verbundenen Sanktionen gegen die Russische Fderation sowie deren Auswirkungen insbesondere die in Russland verhngten Zahlungsbeschrnkungen ist die Forderung aus Sicht des Managements voraussichtlich uneinbringlich. Darber hinaus bestehen keine weiteren Forderungen oder Verpflichtungen aus dem Verkauf des Russland-Portfolios. Die IMMOFINANZ prft derzeit alle rechtlichen Optionen zur Geltendmachung dieser Forderung. Insgesamt erreichten die Immobilienverkufe ein Volumen von EUR 100,2 Mio. Dabei handelte es sich vor allem um ein Brogebude in Prag sowie nicht strategiekonforme Grundstcke in der Trkei.

Das Ergebnis aus der Immobilienentwicklung betrug EUR -7,8 Mio. (Q13 2021: EUR 24,1 Mio.) und reflektiert aufgrund des allgemeinen Umfelds gestiegene Baukosten fr einzelne Projekte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhhten sich getrieben von Einmaleffekten auf EUR -50,9 Mio. (Q13 2021: EUR -32,3 Mio.). Im Wesentlichen bestanden diese aus Beraterkosten im Zusammenhang mit Angeboten zur bernahme der IMMOFINANZ durch die CPI Property Group und die S IMMO sowie aus Aufwendungen fr das Ausscheiden der beiden Vorstandsmitglieder Dietmar Reindl und Stefan Schnauer sowie fr Digitalisierungsmanahmen. Das operative Ergebnis betrug somit EUR 117,8 Mio. (Q13 2021: EUR 180,4 Mio.).

Das Bewertungsergebnis aus Bestandsimmobilien belief sich auf EUR 68,8 Mio. (Q13 2021: EUR 54,0 Mio.). Die im Berichtszeitraum verbuchten Wertsteigerungen entfielen mit EUR 49,8 Mio. auf Retail-Objekte und umfassten aufgrund des pandemiebedingt verbesserten Marktumfelds sowohl STOP SHOPs als auch VIVO! Shopping Center. Bei den Broimmobilien im Bestand betrugen die Aufwertungen EUR 27,4 Mio., getragen von positiven Effekten bei Gebuden in Warschau, Wien und Prag. Abwertungen in Hhe von EUR -8,3 Mio. betrafen sonstige Immobilien. Das Ergebnis aus der Geschftsttigkeit (EBIT) betrug EUR 186,6 Mio. (Q13 2021: EUR 234,4 Mio.).

Der Finanzierungsaufwand verringerte sich um 8,7% auf EUR -56,5 Mio. (Q13 2021: EUR -61,9 Mio.). Das gegenber dem Vorjahr deutlich gestiegene sonstige Finanzergebnis in Hhe von EUR 139,7 Mio. (Q13 2021: EUR 20,3 Mio.) resultierte berwiegend aus der positiven Bewertung von Zinsderivaten (EUR 147,1 Mio.) aufgrund gestiegener langfristiger Zinsstze und unterstreicht damit die effektive Absicherungspolitik des Konzerns. Gegenlufig wirkte ein Aufwand von EUR -5,6 Mio. fr den Rckkauf von Unternehmensanleihen zu 101% des Nennbetrags als Folge des Kontrollwechsels.

Die Ergebnisanteile aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen beliefen sich auf EUR 37,0 Mio., nachdem diese im Vergleichszeitraum des Vorjahres von einer Wertaufholung der Beteiligung an der S IMMO stark positiv beeinflusst gewesen waren (Q13 2021: EUR 131,5 Mio.). Insgesamt entfielen auf die S IMMO im Berichtszeitraum EUR 33,1 Mio. (Q13 2021: EUR 128,0 Mio.). Das Finanzergebnis lag somit bei EUR 122,4 Mio. (Q13 2021: EUR 91,8 Mio.).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug EUR 308,9 Mio. (Q13 2021: EUR 326,2 Mio.). Die Ertragsteuern erhhten sich auf EUR -60,3 Mio. (Q13 2021: EUR -30,5 Mio.), vor allem getrieben von einem hheren latenten Steueraufwand aufgrund der positiven Bewertung der Zinsderivate. Das Konzernergebnis lag bei EUR 248,6 Mio. (Q13 2021: EUR 295,7 Mio.). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von EUR 1,82^2 (Q13 2021: EUR 2,20^2).

Die Zwischenmitteilung der IMMOFINANZ AG fr die ersten drei Quartale 2022 zum Stichtag 30. September 2022 ist auf der Website des Unternehmens unter [1] https://immofinanz.com/de/investor-relations/finanzberichte ab 24. November 2022 abrufbar.

_______________________________

1 Zur besseren Vergleichbarkeit wurde der Vorjahreswert in Bezug auf die Dividendenzahlung der S IMMO angepasst und der Dividendeneingang in Hhe von EUR 9,7 Mio. im Q13 2021 angenommen (anstelle wie erfolgt im Q4 2021).

2 Ergebnis je Aktie, Anzahl der bercksichtigten Aktien fr Q13 2022: 136.493.246 und Anzahl der bercksichtigten Aktien fr Q13 2021: 137.196.443

3 FFO 1 je Aktie, Anzahl der bercksichtigten Aktien fr Q13 2022: 136.493.246 und Anzahl der bercksichtigten Aktien fr Q13 2021: 123.293.780

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