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Datum/Zeit: 23.09.2022 19:58
Quelle: Erste Bank

Operativ starkes 1. Halbjahr 22/23 von Abschreibung als Folge des Ukraine-Krieges überschattet



In einer Ad-hoc-Mitteilung gab Agrana diese Woche eine außerordentliche Abschreibung von EUR 91,3 Mio. sowie Eckzahlen zum Halbjahresergebnis 22/23 (1.März-31.August 2022) bekannt. Laut der Firma lösten neben dem andauernden Krieg in der Ukraine und der Volatilität an den Energie- und Rohstoffmärkten vor allem rasant steigende Kapitalkosten die nicht cash-wirksame Wertberichtigung aus, die das EBIT im 1. Halbjahr 22/23 schwer belastet hat. Im H1 2022/23 wird daher das EBIT bei nur EUR 11,0 Mio. erwartet (im Vergleich zu EBIT von EUR 44,8 Mio. im H1 2021/22). Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen und Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen war hingegen mit EUR 86,5 Mio. im 1. HJ 22/23 deutlich stärker als erwartet dank verbessertem Ethanolgeschäft und Rückkehr der Zuckerdivision in die schwarzen Zahlen. Der Umsatz legte im 1. Halbjahr 22/23 um knapp 26% auf EUR 1,79 Mrd. zu. Die Guidance für das GJ 2022/23 wurde bestätigt. Beim EBIT vor Sondereinflüssen und Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen wird mit einem Anstieg zwischen 10 – 50% gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 86,5 Mio. gerechnet. Auch das operative Ergebnis inklusive der Asset- und Goodwill-Wertminderung sollte um mehr als 50% gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 24,7 Mio. zulegen. Nach wie vor, dem Ausblick liegt die Annahme zugrunde, dass der Krieg in der Ukraine regional begrenzt bleibt, die physische Versorgung mit Energie und Rohstoffen gewährleistet ist und die insbesondere im Rohstoff und Energiebereich deutlich gestiegenen Preise in revidierten Kundenkontrakten weitergeben zu können. Die finalen Halbjahreszahlen 22/23 werden am 13. Oktober veröffentlicht.

Ausblick

Der neue Wertberichtigungsbedarf als Folge des Ukraine-Krieges überraschte negativ. Bereits für das GJ 2021/22 musste diesbezüglich Agrana Wertberichtigungen (von rund EUR 70 Mio.) vornehmen. Während die Rückkehr der Zuckerdivision in die Gewinnzone sowie der günstige Einfluss der hohen Ethanolnotierungen positiv zu bewerten sind, denken wir, dass die Kursentwicklung auf Grund der unsicheren weiteren Entwicklung hinsichtlich Ukraine-Krieg, Versorgungsstabilität und Preisentwicklung bei Rohstoffen und Energie weiter eher gedeckelt sein wird.

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23-09-2022Operativ starkes 1. Halbjahr 22/23 von Abschreibung als Folge des Ukraine-Krieges überschattet
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