Konjunktur

Konjunktur

Datum/Zeit: 27.11.2021 14:27
Quelle: Konjunktur - Presseaussendung

Keine nennenswerten Zuwächse bei Produktion und Auftragseingang in der Industrie Österreichs im November



Die Industrie Österreichs ist im November ins Stocken geraten. Produktion und Auftragseingang stagnierten, während die Geschäftsaussichten auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gesunken sind. Die Beschäftigung blieb ein Lichtblick, sie legte mit einer der höchsten jemals verzeichneten Raten zu. Die Lieferengpässe bremsten das Wachstum ein weiteres Mal aus und sorgten neben den gestiegenen Energiekosten für einen starken Inflationsdruck.

Der saisonbereinigte UniCredit Bank Austria Einkaufsmanagerindex gab im November zum vierten Mal innerhalb der letzten fünf Monate nach und notiert mit aktuell 58,1 Punkten nach 60,6 im Vormonat auf dem tiefsten Wert seit Januar. Zurückzuführen war der hohe Indexwert auf die kräftigen Zuwächse bei Beschäftigung und Vormateriallagern sowie auf die abermals drastische Verlängerung der Lieferzeiten.

Die Indizes für Produktion und Auftragseingang wiesen im November annähernde Stagnation aus. Der Produktionsindex verzeichnete nur noch ein Mini-Wachstum und der Auftragsindex sank auf den tiefsten Wert seit 17 Monaten. Gebremst wurde die Produktion von den Lieferengpässen, die auch dafür verantwortlich waren, dass Kunden Aufträge kündigten oder verschoben. Gegenwind kam auch von den wieder steigenden Infektionszahlen.

Wachsende Sorgen über die steigenden Infektionszahlen und die Neuauflage von Eindämmungsmaßnahmen belasteten auch die Geschäftsaussichten. Zwar blieb der Jahresausblick positiv, der Grad an Optimismus sank jedoch zum dritten Mal hintereinander und liegt aktuell auf dem tiefsten Wert seit November 2020.

Engpässe auf der Angebotsseite waren für die Umfrageteilnehmer weiter ein Problem. So vermeldete die Mehrheit der Unternehmen erneut längere Lieferzeiten bei Rohstoffen und Vorprodukten, wenngleich das Ausmaß der Verlängerung weniger gravierend war als in den beiden Vormonaten.

Das generelle Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Produktionsmaterialien sorgte dafür, dass sich die Kletterpartie bei den Einkaufspreisen fortsetzte. Zusammen mit den gestiegenen Energiekosten zog dies im November einen anhaltend rasanten Kostenaufrieb nach sich. Die Preissteigerungsrate blieb eine der höchsten seit Umfragebeginn im Jahr 1998.

Folglich wurden die Verkaufspreise – trotz eines Drei-Monatstiefs des entsprechenden Indexes – erneut mit einer der höchsten Raten seit Umfragebeginn bis zum Juli diesen Jahres angehoben.

Befürchtungen über Lieferverzögerungen und die Aussicht auf weiter steigende Einkaufspreise trugen zu einer deutlichen Ausweitung der Einkaufsmenge und höheren Beständen an Vormaterialien bei. Während der Index Einkaufsmenge allerdings auf ein Neun-Monatstief sank, wurden die Vormateriallager mit neuer Rekordrate aufgestockt. Die Bestände an Fertigwaren legten im November ebenfalls zu, nachdem sie im Oktober erstmals seit 16 Monaten wieder gestiegen waren.

Am positivsten an den November-Daten war der erneut kräftige Stellenaufbau in der Industrie. Zwar schwächte er sich gegenüber den drei Vormonaten ab, er blieb aber noch immer noch einer der stärksten seit Umfragebeginn im Oktober 1998. Die Auftragsbestände nahmen den 17. Monat in Folge zu, was allerdings zum Großteil auf Lieferprobleme zurückzuführen war. Der Zuwachs blieb zwar überdurchschnittlich stark, er fiel jedoch so schwach aus wie zuletzt im Februar.

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