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Datum/Zeit: 23.09.2021 13:50
Quelle: Allgemeines - Presseaussendung

Metaller-KV: Gewerkschaften fordern 4,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt


Verbesserungen bei Schichtarbeit, Gleitzeit und fr Lehrlinge sind Schwerpunkte bei den Kollektivvertragsverhandlungen

Die Herbstlohnrunde 2021 hat am 23. September mit der Forderungsbergabe fr die Kollektivvertragsverhandlungen in der Metallindustrie an alle Arbeitgeberverbnde begonnen. Das Verhandlungsteam der Gewerkschaften PRO-GE und GPA fordert fr die rund 190.000 Beschftigten unter anderem krftigte Lohn- und Gehaltserhhungen, deutliche Verbesserungen bei den Lehrlingseinkommen, bei der Schichtarbeit sowie bei der Verwendung von Gleitzeitguthaben. Der neue Kollektivvertrag soll mit 1. November gelten.

4,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt

Die Voraussetzungen fr Lohn- und Gehaltsverhandlungen in der Metallindustrie sind gut. Auftrge, Gewinne und Produktivitt in der Metallbranche entwickeln sich sehr positiv. Gleichzeitig belasten die hohen Preissteigerungen der letzten Monate die Einkommen der ArbeitnehmerInnen. Es muss daher nach der Zurckhaltung im vergangenen Jahr heuer einen auergewhnlichen Reallohnzuwachs fr die ArbeitnehmerInnen geben. Wir fordern 4,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, sagen die beiden Chefverhandler auf ArbeitnehmerInnenseite, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Drtscher (GPA).

Hhere Zulagen fr belastende Nacht- bzw. Schichtarbeit

Fr rund 80.000 Beschftigte in der Metallindustrie wird die Arbeitszeit mit einem Schichtmodell geregelt. Das Arbeiten am spten Abend oder in der Nacht ist aber gerade in der Produktion gesundheitlich sehr belastend. Aus Sicht der Gewerkschaften sollen die dafr im Kollektivvertrag vorgesehen Regelungen deutlich verbessert werden. Es geht konkret um eine faire Weiterentwicklung der Zulagen fr die 2. und 3. Schicht bzw. fr die Nachtarbeit. Diese sollen knftig verdreifacht (auf 1,50 Euro pro Stunde) bzw. verdoppelt (auf 5 Euro pro Stunde) werden. Fr den Einsatz in der Nacht muss es knftig mehr Anerkennung geben. Hhere Zulagen dafr sind ein Schwerpunkt in dieser Lohn- und Gehaltsrunde, sagen Wimmer und Drtscher.

Verbrauch von Gleitzeitguthaben in ganzen Tagen

Mehr qualitative Freizeit ist ebenfalls Forderung der Gewerkschaften. Gleitzeitguthaben sollen selbstbestimmt in ganzen Tagen konsumiert werden drfen. Die Beschftigten stehen oft unter enormem Arbeitsdruck, ganze freie Tage sind hier wichtig fr die Erholung, so Wimmer und Drtscher.

Deutliche Anhebung der Lehrlingseinkommen

Aufgrund des Fachkrftemangels und fr eine dringende Attraktivierung der Lehre fordern die Gewerkschaften eine berdurchschnittliche Erhhung der Lehrlingseinkommen im Kollektivvertrag. Derzeit befinden sich rund 8.000 Lehrlinge in der Metallindustrie in Ausbildung. Ein Lehrling im ersten Jahr erhlt bisher 749 Euro. Zum Vergleich: In der Elektro- und Elektronikindustrie sind es bereits 914 Euro und in der Chemischen Industrie 993 Euro. Die Gewerkschaften fordern eine Erhhung der Lehrlingseinkommen in der Metallindustrie auf 1.000 Euro (1. Lehrjahr), 1.300 Euro (2.), 1.600 Euro (3.) und 2.000 Euro (4. Lehrjahr).

Umfragen zeigen immer wieder, dass das Image der Lehre stndig sinkt. Aber ohne Lehrlinge wird es keine begehrten FacharbeiterInnen geben. Es ist Zeit, die Lehrausbildung auch in der Metallindustrie finanziell attraktiver zu gestalten, betonen Wimmer und Drtscher.

Die nchsten Verhandlungstermine

Die nchsten KV-Verhandlungstermine mit den jeweiligen Arbeitgeberverbnden sind 29. September (Metalltechnische Industrie), 1. Oktober (Bergbau-Stahl sowie Nichteisen-Metallindustrie), 6. Oktober (Gas- & Wrmeversorgungsunternehmen), 8. Oktober (Fahrzeugindustrie und Gieereiindustrie).

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