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Datum/Zeit: 23.09.2021 12:37
Quelle: APA

Metaller-KV - Arbeitnehmer fordern 4,5 Prozent mehr Lohn


Deutliches Plus bei Nachtarbeit und für Lehrlinge ebenfalls auf der Forderungsliste - Arbeitgeber: Vollkommen überzogen und verantwortungslos - BILD GRAFIK VIDEO



--------------------------------------------------------------------- AKTUALISIERUNGS-HINWEIS Neu: Gewerkschaftsforderung und Details dazu sowie Reaktion der Arbeitgeber ---------------------------------------------------------------------

Die Arbeitnehmer fordern in der heute eröffneten Kollektivvertragsrunde der Metalltechnischen Industrie ein Plus bei Löhnen und Gehältern von 4,5 Prozent. Weiters soll die Lehrlingsentschädigung und die Nachtarbeitszulage deutlich erhöht werden.

Das sagten die beiden Verhandlungsführer auf Arbeitnehmerseite, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA), nach der Forderungsübergabe an Arbeitgeber-Obmann Christian Knill.

Für rund 80.000 Beschäftigte in der Metallindustrie wird die Arbeitszeit mit einem Schichtmodell geregelt. Hier geht es den Gewerkschaften um die Zulagen für die 2. und 3. Schicht bzw. für die Nachtarbeit. Diese sollen künftig verdreifacht (auf 1,50 Euro pro Stunde) bzw. verdoppelt (auf 5 Euro pro Stunde) werden. "Für den Einsatz in der Nacht muss es künftig mehr Anerkennung geben. Höhere Zulagen dafür sind ein Schwerpunkt in dieser Lohn- und Gehaltsrunde", so Wimmer und Dürtscher.

Mehr qualitative Freizeit ist ebenfalls eine Forderung der Gewerkschaften. Gleitzeitguthaben sollen selbstbestimmt in ganzen Tagen konsumiert werden dürfen.

Außerdem fordern die Gewerkschaften eine überdurchschnittliche Erhöhung der Lehrlingseinkommen. Derzeit befinden sich rund 8.000 Lehrlinge in der Metallindustrie in Ausbildung. Ein Lehrling im ersten Jahr erhält bisher 749 Euro. Zum Vergleich: In der Elektro- und Elektronikindustrie sind es bereits 914 Euro und in der Chemischen Industrie 993 Euro. Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Lehrlingseinkommen in der Metallindustrie auf 1.000 Euro (1. Lehrjahr), 1.300 Euro (2.), 1.600 Euro (3.) und 2.000 Euro (4. Lehrjahr).

Arbeitgeber-Obmann Knill zeigte sich in einer ersten Reaktion verärgert. "Die Forderungen sind vollkommen überzogen, das ist verantwortungslos", meinte er nach der Forderungsübergabe. Er sprach vor Journalisten von einer "Zumutung", die Arbeitsplätze gefährde.

Der erste KV-Verhandlungstermin mit der Metalltechnischen Industrie ist der 29. September. Das Metallgewerbe hat seine Wünsche bereits am Dienstag überreicht, Details dazu gibt es noch nicht. Zur Ausgangslage: Die Jahresinflationsrate der vergangenen zwölf Monate, die neben dem Produktivitätszuwachs die Verhandlungsbasis für den jährlichen Kollektivvertrag (KV) bildet, lag bei 1,89 Prozent. Aktuell beträgt die Teuerungsrate 3,2 Prozent. Im Vorjahr wurde bei einer Jahresinflationsrate von 1,4 Prozent mit einem KV-Plus von 1,45 Prozent abgeschlossen. Der Mindestlohn in der Metallindustrie liegt bei 2.000 Euro brutto.

Im Vorfeld der heutigen Forderungsübergabe hat die Zuckerindustrie abgeschlossen. Die KV-Löhne und -Gehälter steigen um ein Prozent, dazu gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro (vorerst für eine Gültigkeitsdauer von einem halben Jahr).

Die 1.200 Betriebe der Metalltechnischen Industrie beschäftigen über 134.000 Mitarbeiter, die mit einem Produktionswert von 36 Mrd. Euro ein Viertel der gesamten Industrie erwirtschaften. 85 Prozent der Betriebe aus dem Bereichen Maschinenbau, Metallwaren, Stahlbau, Automotive, Zulieferindustrie und vieles mehr sind familiengeführt.

( 1209-21, Format 88 x 74 mm) stf/sp

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